Minarettverbot in Deutschland? - Die Salafisten wirds freuen...

Zwar hat, so Correctiv, die AfD mittlerweile einige Punkte aus ihrem Wahlprogramm gestrichen, doch die z.B. aus der Schweiz abgepinnte Forderung nach Minarett- und Gebetsruf hat sie beibehalten. Erstaunlich, wo sie doch mit Thomas Tillschneider einen Islamwissenschaftler in Ihren Reihen hat, über den im Internet zu lesen ist:

 

"Tillschneider ist Gründer des „Arbeitskreises Islam“ und Mitglied der Patriotischen Plattform in der AfD. Er nimmt regelmäßig an den Montagsdemonstrationen des Protestbündnisses Patriotische Europäer gegen die Islamisierung des Abendlandes kurz PEGIDA teil." Ausserdem soll er LEGIDA beraten. Was dran ist, kann ich natürlich nicht beurteilen und deswegen distanziere mich vorsichtshalber von allem, was evtl.so nicht stehenbleiben kann.

Aber zurück zu dem, was die Salafisten freuen muss: das Verbot von Minarett und Muezzinruf.

 

Bildnachweis: Haram-Moschee in Mekka, eigenes Archiv

mehr lesen 0 Kommentare

Saudi-Arabien 2009 - Teil 3: Sklaven, Trompeten und Kardinal Frings

Im dritten Teil berichte ich über noch weitere Dinge, die mir aufgefallen sind und über die Schlüsse, die ich daraus gezogen habe: von der "Religionspolizei", den Sicherheitskräften, meinen Mitreisenden und was das alles mit Josef Kardinal Frings zu tun hat.

 

Das Bild zeigt eines der über dreissig Tore der Prophetenmoschee von Medina, die vor wenigen Jahren erbaut wurde und bei der tonnenweise Gold und lauter - ich glaube - italienischer Marmor verbaut wurde.

Über die Ordnung in und um die Moschee wacht die Religionspolizei, an den Toren meistens schwarz verhüllte Frauen, die nach meinem Eindruck dazu gehörten. Ich hatte meinen Pass, die unsäglichen Traveller-Schecks und das meiste Geld in einem Brustbeutel um den Hals, was sich unter dem Kopftuch ausbeulte. War für die Damen aber praktisch: jedesmal, wenn ich die Moschee betrat, brachte mich ein Schlag gegen den Brustbeutel zum Stehen.

mehr lesen

Saudi-Arabien 2009-Teil 2: Salafisten, Minarette und Mc Donalds.

Nachdem ich mir die Reaktionen auf meinen Saudi-Arabien-Artikel durchgelesen habe, denke ich, es macht Sinn, noch etwas mehr zu schreiben. Wie gesagt, es sind meine subjektiven Erfahrungen, ich bin weder Orientalistin, noch Expertin. Von letzeren gibt es schon viel zu viele. Was ich hier aufgeschrieben habe, habe ich so erlebt und bewerte es auch entsprechend.


Das nebenstehende Bild wurde in Uhud aufgenommen, für die Muslime ein wichtiger Ort. Dort wurden sie von den Quraisch aus Mekka angegriffen.


Neben mir auf dem Bild ist Rabia, eine in Deutschland lebende Marokkanerin. Mit ihr und ihrer Familie war ich auf der Reise permanent zusammen. Und das kam so:


Ich hatte beim Buchen der Reise die Auswahl zwischen einem Einzel- und einem Vierbettzimmer.




mehr lesen

Mekka und Medina 2009

Nach dem erneuten tragischen Ereignis, der Massenpanik mit über 700 Opfern in Mina möchte ich doch mal gegen das wieder allerorts aufploppende Halbwissen meine persönlichen Erfahrungen aus meiner Umra (kleine Pilgerfahrt) von 2009 setzen. Sicher nicht repräsentativ, aber allemal repräsentativer als das, was so manche Publikation zusammenstoppelt.

Trotz noch bestehenden erheblichen Defiziten unternimmt das Königshaus erhebliche Anstrengungen, so vielen Pilgern wie möglich jährlich die Hadsch zu ermöglichen.

mehr lesen