Aydan Özoğuz und die deutsche Kultur nach Alexander Gauland -Teil 2

Nachtragen mit ausdrücklicher Leseempfehlung möchte ich noch den ausgezeichneten Artikel von Marcus Engert in Buzzfeed,der die Gauland-Rede ebenfalls seziert, sowie die von ihm dokumentierten Antworten.

 

Meinem Vater verging der "Stolz" spätestens, als er auf einer der Maschinen saß, die den Terrorangriff auf Coventry flogen.

Aber widmen wir uns doch mal jenen "Leistungen in beiden Weltkriegen", für die Gauland den "Stolz" einfordert. Implizit enthält diese Forderung die Legenden beider Kriege: für den Ersten die Dolchstoßlegende, für den Zweiten die Legende von der "sauberen Wehrmacht".

In diesem Teil widme ich mich vorrangig den "Leistungen" des Ersten Weltkriegs.

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Aydan Özoğuz und die deutsche Kultur nach Alexander Gauland- Teil 1

Der wahrscheinlich zukünftige Fraktionsvorsitzende der AfD im Deutschen Bundestag, Alexander Gauland, hat wieder eine Provokation abgelassen: er forderte das Recht ein, auf die "Leistungen deutscher Soldaten in beiden Weltkriegen" zu sein, in denen sie unter der Losung "Gott mit uns" in den Krieg zogen.

"Gott mit uns" stand auf den Koppelschlössern, die die Hosen hielten - nicht immer, aber darauf komme ich später zurück.

Man hätte gerne gewusst, welche "Leistungen" Gauland meint. Jedenfalls zieht er damit einen Diskurs bis in die Mitte der Gesellschaft, den man bislang in der rechten Szene verortete: angeblich haben die tapfer und "sauber" kämpfenden deutschen Soldaten sich nichts zu Schulden kommen lassen - entweder waren sie, wie im Ersten Weltkrieg "Im Felde unbesiegt"und wurden von der "Heimat" mittels "Dolchstoß" gemeuchelt. Und im zweiten Weltkrieg war die Wehrmacht "sauber" geblieben - trotz erdrückender Beweise des Gegenteils. ich habe auch die Rede mal komplett seziert - es steckt noch mehr Skandal drin. Im zweiten Teil gehe ich auf den"Stolz" ein.

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Pawlik Morosow, Kindersoldaten und das Ermittlungskomitee

Während so mancher LINKE, Linke und Friedensbewegte bei 17-jährigen Bundeswehrsoldaten Schnappatmung bekommt, werden in Russland und der annektierten Krim sowjetische Traditionen schon für Kleinkinder reanimiert, ganz im Geiste des sowjetischen Kults um Pawlik Morosow.  Pawlik Morosow hatte angeblich seinen Vater - einen reichen Bauern - 1932 wegen des Versteckens von Getreide angezeigt und sei daraufhin von den eigenen Verwandten ermordet worden. Die Verwandten wurden in einem Schauprozess verurteilt und hingerichtet. 

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Linke und LINKE: Doppelzüngigkeit, Diffamierung, Heuchelei

Mir scheint, die Linken und LINKEN können nur noch Diffamierung und Doppelzüngigkeit.

Letztes Beispiel: Anlässlich der Sendung "dunjahayali", von letzter Woche, wurde im Internet die Soldatin Nariman Reinke, Oberfähnrich zur See, als "treue Mitläuferin von Flinten-Uschi" beleidigt, was für mich der Anlass zu diesen Erörterungen war. 

Reinke, schön, kenntnisreich, engagiert und klug, Vorsitzende des Vereins Deutscher Soldat e.V.,

einer breiteren Öffentlichkeit mit einem kraftvollen facebook-Post zur "Kölner Silvesternacht" bekannt geworden, mit dem sie es sogar bis in die Washington Post geschafft hatte, wurde zum Thema "Auslandseinsätze der Bundeswehr" eingeladen.

 

Doch es gibt auch noch andere Beispiele, ich habe mir einige herausgegriffen:

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Srebrenica, die Säule der Schande und das Flugblatt von Istanbul

Diesen Artikel wollte ich eigentlich erst am 12. Juli, dem Jahrestag des Srebrenica-Massakers, posten. Doch im Lichte der irritierenden Aktion des Zentrums für Politische Schönheit, deren Sinn ich nicht verstehe, poste ich ihn heute schon, damit das Gedenken an die Opfer von Srebrenica nicht in einer Auseinandersetzung über die Istanbuler Flugblattaktion untergeht. Mit dieser Aktion, genau wie die mit den Flüchtlings-beerdigungen und den Kreuzen haben sich die Aktionskünstler einen Ruf erworben, der nicht hoch genug eingeschätzt werden kann... Hier soll an Srebrenica und an das Projekt aus dem Jahr 2010 erinnert werden, aber auch die Aktion in Istanbul kritisch bewertet werden. 

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Fordert, dass der inhaftierte Krimtataren-Anführer Tschigyoz seine todkranke Mutter sehen darf

Quelle: khpg.org, 15.06.2017, Halya Coynash

Es hätte viele Fragen über ukrainische politische Gefangene gegeben, die man dem russischen Präsidenten Putin heute, am 15. Juni in seiner "Bürgersprechstunde Direkter Draht" hätte stellen können. Doch eine wäre von bitterer Dringlichkeit gewesen:Russland hat den Führer des Medschlis der Krimtataren, Artjom Tschigyoz unter juristisch unsinnigen Anklagen inhaftiert und weigert sich nun, ihm zu erlauben, seine sterbende Mutter ein letztes Mal zu sehen. Aliye Abdurahimowna hat Krebs und die Ärzte glauben, ihr Tod ist nur noch eine Frage von Tagen oder Wochen, nicht länger.

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Scooter unterläuft die Russland-Sanktionen und fordert seine Fans quasi zum Rechtsbruch auf

Quelle: KHPG.org

Autorin: Halya Coynash am 14.06.2017

Nach einer Menge seltsamer deutscher Friedensreisenden hat sich nun auch eine bekannte deutsche Band entschlossen, die Sanktionen gegen Russland sowie das Verbot, von Russland aus auf die ukrainsche Krim zu reisen: Scooter, deren Frontmann H.P. Baxxter noch vor kurzem als Juror bei "Deutschland sucht den Superstar" mitwirkte, will, trotz bestehenden Verbots, am 4. und 5. August auf dem Musikfestival "Z-Fest" auftreten und wird, falls der Eindruck auf dem obigen Poster nicht täuscht, als einer der Top-Acts beworben. Und auch die Fans sollen anscheinend über Russland einreisen - auf eine annektierte Halbinsel, auf der Menschenrechtsverletzungen an der Tagesordnung sind. Halya schreibt:

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Blutgrenzen 2013

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Blutgrenzen - reloaded ...

2006 machte der rechte Fernsehkommentator und Bestsellerautor Ralph Peters, ein ehemaliger Oberstleutnant, und gerne gesehener Gast z.B. auf Fox-News mit einem Text von sich reden, der seinerzeit im Armed Forces Journal veröffentlicht wurde. Peters kann politisch am rechten Rand der Republikaner, als Falke, eingeordnet werden und äussert sich auch sonst vorwiegend in rechten Medien. In seinem Text macht er Vorschläge zur Veränderung der Karte des Nahen Ostens, die er auch sogleich verbildlicht. Ich hatte den Text schon 2006 übersetzt und 2010 erneut gepostet. Ich denke, daß er, auf dem Hintergrund von Trumps Saudi-Arabien-Besuch und der Katar-Krise immer noch aktuell ist.

 

Danach wäre Trump in Bezug auf den Nahen Osten nicht so erratisch, wie es auf den ersten Blick scheint. Das "Redrawing the map of the Middle East" ist seit spätestens 2006 im politischen Diskurs der USA wieder präsent.

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Neues von der Kopftuch-Front - Teil 4 Das globale Melania-Kopfkino

Immer, wenn ein weiblicher Staatsbesuch in Saudi-Arabien aufläuft, sei es, ein Besuch in eigener Funktion, sei es, wie hier als mitreisende Gattin, läuft in den (Sozialen) Medien das gleiche Kopfkino ab: obwohl nichtmuslimische Ausländerinnen in Saudi-Arabien kein Kopftuch tragen müssen, und als Staatsbesuch schon garnicht, wird der immergleiche Spin gedreht: "mutiges" Statement gegen die Frauenunterdrückung, oder so... Das Kopftuch, bzw. die Abwesenheit desselben machte sogleich global Schlagzeilen.

Das Kontrastprogramm kam gleich mit: beim Papst hatten die Trumpinnen ihre Haare bedeckt, wenigstens teilweise. Was die Netzgemeinde, im Gegensatz zum No-Kopftuch in Saudi-Arabien ("Verweigerung des Appeasements für Frauenverächter"), war die Kopfbedeckung im Vatikan natürlich Ausdruck von "Respekt". Womit die Aufmerksamkeit wieder mal ganz wunderbar von dem  abgelenkt war, um das es wirklich ging, z.B. ein Waffendeal über mehr als 300 Milliarden.

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Das Exil der Tscherkessen: neun Fakten über die Tragödie

Die Tragödie der Armenier wurde am 28. Mai 2016 vom Bundestag "mit großer Mehrheit" als Völkermord anerkannt und die Armenier des "besonderen Respekts" versichert. Aus meiner Sicht fallen damit alle anderen Tragödien, die man mit gleichem Recht als Völkermord bezeichnen könnte, unter den Tisch, wie zum Beispiel der Völkermord an den Tscherkessen.
2014 gewann Maria Höfl-Riesch auf dem "Roten Feld", Krasnaja Poljana, zwei Goldmedaillen. Dort feierten am 21. Mai 1864, also heute vor 153 Jahren, die russischen Truppen die Vollendung der ethnischen Säuberung und die Verbannung der Tscherkessen in die Türkei.. In Deutschland wurde das dröhnend beschwiegen. Die bekanntesten Menschen in Deutschland mit tscherkessischen Wurzeln sind Cem Özdemir und Necla Kelek.
Jedes Jahr am 21. Mai gedenken die Tscherkessen überall auf der Welt der Ermordung und des Exils ihrer Vorfahren im Jahr 1864. Deswegen habe ich jetzt mal einen Text über die Tscherkessen übersetzt. Quelle: Circassia.xyz, 22.05.2017, Autor: Nart Tukar

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Buchbesprechung: Die Präsidentin - Marine Le Pen ist gewählt

Als diese Dystopie in der Form einer Graphic Novel im August 2016, zunächst in Französisch erscheint, scheint der Sieg Marine Le Pens nur eine Fiktion zu sein: was passieren könnte, wenn sie gewählt würde. Eine deutsche Ausgabe mit einem Vorwort von Ulrich Wickert

Das Buch nimmt die Aussagen aus dem Parteiprogramm des FN ernst: was sie tun würde, wenn sie denn gewählt würde und beschreibt, eingebettet in eine Geschichte, wie der Ablauf sein könnte.

Den Franzosen und Französinnen wurde mitgegeben, keine*r solle später einmal sagen können, er/sie habe nichts gewusst.
Nach der Verweigerung der Unterstützung für Emmanuel Macron durch Mélenchon-Anhänger, Nicht- bzw "blank" (Leere-Stimmzettel)-Wähler, Kommunisten und die - in Frankreich noch immer wirkmächtige - katholische Kirche und den mutmaßlich russischen Hackerangriff auf Emmanuel Macrons Bewegung "en Marche!"bin ich mittlerweile überzeugt, daß wir uns von jetzt ab in 90 Minuten mit einer Präsidentin Le Pen auseinandersetzen müssen. Vielleicht ist ja noch Zeit, Ähnliches in Deutschland zu verhindern. Das Mantra von "Pest oder Cholera" so vieler deutscher Linker ist ein überdeutliches Warnzeichen. 

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Diadochentiefflug oder - De Maizière gibt den Michel

S'ist Wahlkampf und die Diadochen fliegen tief. Zur Zeit macht unser Innenminister mal wieder von sich reden, denn er möchte eine Leitkultur. Damit setzt er an, der AfD Wähler*innen abspenstig zu machen, indem er rechtspopulistische Diskurse kapert. In seinem Bestreben, die Union nach rechts zu positionieren - und sich für die nächste Kabinettsliste zu empfehlen - fügt er ihr gewaltigen Schaden zu. Alle Volksparteien, die bislang versucht haben, den Mangel an zukunftsfähigen Konzepten durch rechte Stimmungsmache auszugleichen, haben dafür einen hohen Preis bezahlt: das Absinken in die Bedeutungslosigkeit.

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Nachbetrachtung: AfD-Parteitag, Kalkar-Demo, #Lügenpresse

Ich halte es für einen Skandal, wie seit ca. 2 Jahren über die AfD berichtet wird. Nicht DASS über sie berichtet wird, sondern WIE über sie berichtet wird! Als wäre sie eine ganz normale Partei. Sie sei ja schließlich nicht verboten - stimmt: aber das ist die NPD auch nicht. Ein Mittel, politische Proteste zu delegitimieren, ist immer, den Protestierenden in ihrer Gesamtheit "Gewalt" zu unterstellen. Das war schon 1977 in Kalkar so - an das Getöse der Leitmedien erinnere ich mich noch sehr gut - und das wird jetzt auch wieder von vielen  Medien und der AfD permanent genauso exerziert. So auch anlässlich des AfD-Parteitags.

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Ögedei Khan, Ziegenficker und Frau Hitler

Der Pulverdampf in der Türkei legt sich. Erdogan hat gewonnen. Erwartungsgemäß hat er besonders gute, vielleicht sogar die entscheidenden Ergebnisse bei den Auslandstürk*innen eingefahren. EIN entscheidendes Ergebnis ist aus meiner Sicht das für lange Zeit vergiftete Klima.

Von der Presse in Deutschland, den Niederladen und der Türkei angeheizt, legen auch die Filterblasen in den sozialen Netzwerken nach und erklimmen immer neue Höhen der Hassgesänge und gegenseitigen Verächtlichmachung.

Was mich bei dieser Krise bewegt, habe ich hier bereits erläutert.

Was mich jetzt mit Entsetzen erfüllt, ist die auch in den sozialen Netzwerken in Gang gesetzte Eskalationsschraube, an der Deutsche und Türk*innen gemeinsam drehen - und wie im Kindergarten darauf beharren, daß "der Andere" angefangen hat. Das ist kein Diskurs mehr, das ist totalitär. Daß die zum Teil unsäglichen Äusserungen im Wesentlichen auf die jeweilige Fankurve zielen, ist dabei unerheblich, denn die Äusserungen sind in der Welt. Ich werde das ausführen.

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Trump - ohne Sinn und Verstand

The Donald, nach eigenen Angaben durch die infolge des syrischen Giftgasangriffs entstandenen Bilder sterbender Babies und Kleinkinder erschüttert, hat, nachdem er zuvor etwas gedroht hat, etwas gefeuert: 59 Tomahawk-Raketen auf einen syrischen Militärflughafen, der danach nicht wirklich ausser Betrieb war. Das könnte sein Tonking-Moment sein, der Moment, in dem die USA schleichend in ein Abenteuer mit ungewissem Ausgang gezogen werden. Was Trump zu seiner 180-Grad-Wendung veranlasst hatte, und ob überhaupt eine durchdachte Strategie dahintersteckt, ist bis heute noch nicht raus. Und mittlerweile hat er weitere Fässer aufgemacht.

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Pulse of Europe in Sonthofen

Heute war in Sonthofen eine Auftaktveranstaltung von Pulse of Europe, einer mittlerweile europaweiten Bewegung, die dem angeblich europa"kritischen" Populismus und zunehmend völkischen Nationalismus etwas entgegensetzen will und damit zunehmend viele Menschen mobilisiert. Auch hier in Sonthofen wurde mobilisiert und es erschienen - bei einer Einwohnerzahl von 20.000 - ca. 600 Menschen aus allen Altersgruppen: Senior*innen, die den Zweiten Weltkrieg noch bewusst wahrgenommen haben, "Erwachsene". aber auch viele junge und sehr junge Menschen und Kinder.

 

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Ahmed Aboutaleb: Mußte wieder ein Sozi den Bluthund machen?

In den Auseinandersetzungen in Rotterdam profilierte sich Rotterdams Bürgermeister zum wiederholten Mal äusserst negativ. Ahmed Aboutaleb, als er am 1. Januar 2009 diesen Posten antrat, als "Muslim" bejubelt, ist ein rechter Sozialdemokrat, islamophober Hardliner und Erfinder des Burkaverbots. Und der Erste aus der Baureihe "Sohn eines Imams" .

Ich hatte mich 2008 andernorts schon einmal mit ihm beschäftigt. Jetzt brüstet er sich, gegen die Leibwächter von Ministerin Kaya am Samstag den Schußwaffengebrauch freigegeben zu haben: Noske 2.0 sozusagen. Bzw. möchtegern.

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Vernunft und Empathie aus den Niederlanden

Mein guter Freund Huib Riethof und ich haben uns schon öfter gegenseitig übersetzt und ausgetauscht. Huib war in den guten, alten 68er Zeiten Stadtrat in Amsterdam und beschäftigt sich unter anderem mit Stadtentwicklung. Für mich ist er eine wichtige Stimme aus den Niederlanden, und deswegen habe ich jetzt mit seiner Erlaubnis einen seiner Facebook-Posts übersetzt.

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02:18 - Erklärung des niederländischen Kabinetts zu den heutigen Ereignissen

Um 02:18 wurde die folgende Presseerklärung der niederländischen Regierung zu den heutigen Vorfällen in den Niederlanden veröffentlicht, die ich hier 1:1 unkommentiert übersetze.

 

"In gegenseitigem Kontakt mit der Türkei haben die Niederlande heute wiederholt deutlich gemacht, daß die öffentliche Ordnung und Sicherheit in unserem Land nicht in Gefahr gebracht werden dürfen.

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Neues von der Kopftuchfront - Teil 3

Wie Marine Le Pen erfolgreich Kopftuchgedöns inszenierte, und alle, mehr oder weniger, auf die Leimrute krochen. Wieder mal.

Frau LePen führt nämlich mittlerweile stabil in den Umfragen zur französischen Präsidentschaftswahl, zumindest, was den ersten Wahlgang betrifft. Und seit ihrem No-Kopftuch-Stunt letzte Woche, übeer den sogar linke Medien mit einem gewissen Wohlwollen berichten. Im Browser ist sogar zu lesen, sie habe den "Schleier" verweigert, das wurde aber dann wohl korrigiert. Einer hat das vom Anderen abgeschrieben..

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Das Platzen des Traums von "Big Deal" mit Trump macht Putin noch gefährlicher

Quelle: Paul Goble, Windowoneurasia, 16.2.2017

 

Diese Männerfreundschaft kam nicht richtig ans laufen, und es scheint so, daß Putin aufs falsche Pferd gesetzt hat - nachdem der als Nationaler Sicherheitsberater gepflanzte pensionierte General Michael Flynn so dumm aufgefallen und schon nach vier Wochen so vor die Wand gefahren war, zeitigt ganz offensichtlich der Einsatz von Assange, Geld und Hackern nicht den gewünschten Erfolg und wird ihn auch nicht mehr zeitigen. Unter Berufung auf den russischen oppositionellen Wissenschaftler und politischen Analysten Andrej Piontkowski setzt sich der amerikanische Russlandexperte Paul Goble, der mit seiner Einschätzung nicht alleine steht, heute auf seinem Blog damit auseinander:

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Russland startet die Operation "Jeder ausser Macron"

Quelle: The Moscow Times vom 9. Februar 2017, Ola Cichowlas

Ein Skandal bedroht die Kandidatur von Francois Fillon und so richtet der Kreml seine Aufmerksamkeit auf einen Herausforderer aus der politischen Mitte.

Die französische Präsidentenwahl konnte der Kreml eigentlich nur gewinnen: der Kandidat der Republikanischen Partei, Francois Fillon, ein Mann mit persönlichen Bindungen an Putin, der dazu aufgerufen hatte, die Sanktionen aufzuheben, führte die Umfragen an. Seine einzige Rivalin war die kremlfreundliche, rechtsextremistische Elysee-Aspirantin Marine Le Pen. Moskau jubelte. Was für einen Unterschied zwei Wochen machen...

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Was wäre wenn ... Die Stalin-Noten, Breitbart  und Trump

Ein beliebtes Spiel ist, auch in der Geschichtswissenschaft die "Was wäre, wenn" Spekulation. Auf youtube finden sich eine Reihe zwar werbebasierter, aber trotzden ganz interessanter Filmchen dazu. Passenderweise binde ich hier erstmal den Film ein, der sich fragt, was wäre, wenn die USA nicht existierten.

Ich empfinde die Situation zwischen den USA und der EU als reichlich angespannt und eskalierend, und das führt mich zu der Frage, was wäre, wenn die Bundesrepublik 1952 positiv auf die Stalin-Noten reagiert, auf die Westbindung verzichtet und einen ähnlichen Status wie Österreich erreicht hätte. Und was das für unsere heutige Situation heisst.

Am 10. März 1952 wird die erste von vier Stalin-Noten über die Zukunft Deutschlands, allgemein bekannt als „die“ Stalin-Note veröffentlicht. Darin bietet Stalin an über den sofortigen Abschluss eines Friedensvertrages zu verhandeln und macht folgende Angebote:

 

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Englisch lernen mit den US-Rechten

Da sich jetzt anscheinend

jeder überrascht zeigt, mit wel- cher Überheb-lichkeit The Donald an Europa heran- geht, habe ich hier mal einen meiner alten Artikel ausgebuddelt, dessen erste Fassung bereits von 2007 stammt. Ich fand auf einem Flug von Köln nach München dieses Dokument der Verachtung - in Gestalt eines Englisch-Lernhefts. ich habe den Artikel nur um ein paar Anmerkungen ergänzt.

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Neues von der Kopftuchfront - Teil 2. Leimrute Burka

Seit die CDU - um gegenüber der AFD Boden gut zu machen - die Debatte über das angeblich so notwendige Verbot der "Burka" losgetreten hat, kocht nicht nur das Netz: jedeR, ob Ahnung oder nicht, muss sich zu Wort melden und seine Meinung zum Thema in die Gegend pusten und auf den Ablenkungsdiskurs einsteigen.

 

Zu hinterfragen ist für mich, wieso die Leute - viele von ihnen verstehen sich explizit als Linke! - auf gerade dieses Thema mit so viel emotionaler Verve einsteigen...

 

Aktuell wird sich an das angebliche Verbot in Marokko geklammert - ohne daß man weiss, was da eigentlich verboten wurde.

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Schwestern-Umra nach Saudi-Arabien - Teil 1

Vom 26. Dezember bis zum 9. Januar war ich wieder in Saudi-Arabien, auf umra, der Kleinen Pilgerfahrt, die dem Gläubigen weniger abverlangt als die Große Pilgerfahrt, die Hadsch.

Was ich dabei erlebt habe, berichte ich in  mehreren Folgen.

Vielleicht gelingt es mir ja, den herumwabernden orientalistisch (im Sinne Edward Saids)-kulturalistischen Memes, die gerade aktuell zu Hauf wieder durch Medien und Netz geistern, etwas entgegenzusetzen.Ich will mich nicht als Saudi-Arabien-Expertin aufblasen, die ich nicht bin - es geht um meine persönlichen Erfahrungen und die Schlüsse, die ich daraus ziehe.

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Glaubens- und Propagandakrieg um die Weihnachtsgans als solche...

Ich bemühe mich seit etwas mehr als 3 Jahren, vegan zu leben. Das klappt nicht immer, aber immer öfter.

Was dabei allerdings nervt: die Debatte über das Eßverhalten wird von Vielen offenbar mit einem Glaubenskrieg verwech- selt. Gerade ist sie wieder hochgeploppt, weil der Manager einer aus meiner Sicht mittlerweile ziemlich abgesagten Hiphop-Band, der Fantastischen Vier, versucht, den Entertainer Frank Zander anzuzählen, der seit 22 Jahren, wesentlich auf eigene Kosten, Weihnachten für bis zu 3000 Obdachlose ein Gänseessen veranstaltet und sich offenbar auch sonst für Obdachlose engagiert, was bereits mit dem Bundesverdienstkreuz gewürdigt wurde. Manager Lasker hat nichts dergleichen aufzuweisen, aber eine Meinung dazu.

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Sawsan Chebli und Andrej Holm - der Nachtrag

Zu früh gefreut:

 

Shitstorm gibt es jetzt auch zur Berufung des Stadtsoziologen Andrej Holm zum Berliner Staatssekretär für Wohnen - und der Shitstorm gegen Sawsan Chebli geht weiter, obwohl überall nachlesbar ist, was sie WIRKLICH zu Scharia und Kopftuch gesagt hat.

 

Und jetzt gibt es auch einen Shitstorm gegen Andrej Holm - wegen dessen "Stasi-Vergangenheit".

 

Übrigens steht da schon wieder Hubertus Knabe, Direktor der Gedenkstätte Berlin-Hohenschönhausen, an der Spitze der Bewegung, der erst neulich durch die Medien ging, weil er sich gegen Anetta Kahane, die Vorsitzende der Amadeu-Antonio-Stiftung positionierte, deren "Stasi-Vergangenheit" hinlänglich bekannt und längst geklärt ist.

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Neues von der Kopftuchfront - Teil 1

„Frauen befreien“ geht als Begründung und Ablenkung eigentlich immer, auch wenn man ein ganz anderes Ziel vor Augen hat. So hieß ein Pamphlet, das am Ende des 19. Jahrhunderts erschien: „Befreit die Türkin“ – zeitgleich war man dabei, den „kranken Mann am Bosporus“ zu zerlegen.  In den zwanziger Jahren zogen die Bolschewiki in den muslimischen Ländern den „hujum“ durch: die gewaltsame Entschleierung der Musliminnen in den Ländern ihres Machtbereichs.

Atatürk verbannte das Kopftuch ebenfalls, genau wie der erste Pahlevi. Die angebliche Befreiung schlug sehr schnell in Unterdrückung um, sie ließ die Frauen  ärmer an Entwicklungsmöglichkeiten zurück. Der Diskurs hat sich gewandelt: die vormals unterdrückte Muslima wurde zur hartnäckigen Integrationsverweigerin, aber wenn sie integriert ist, und gar Karriere Macht, wie Sawsan Chebli, hebt sogleich der Verdächtigungsdiskurs an Es ist für die Muslima essenziell: sie ist irgendwie falsch.  Aus der Kiste geholt wird sie immer dann, wenn es gilt, von wichtigeren Fragen abzulenken. Exemplarisch standen einige Frauen schon im shitstorm, als der noch analog war. Die Frauenbefreier*innen stehen in einer langen Unterdrückungstradition, die sich aktuell auch und gerade im Sport und in der Politik austobt.

 

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Schlafapnoe: Charles Dickens, das Übergewicht und ich

Wer öfters schon Texte von mir gelesen, oder Bilder von mir gesehen hat, weiß, daß ich deutlsch zu klein bin für mein Gewicht, also - nach Garfield -  untergrößig. Oder, sagen wir es deutlich: übergewichtig. Und das kommt ganz klar vom - zuviel und zu gut - Essen. Wie jedeR Übergewichtige bin ich auch eine wahre Diätexpertin, ich habe schon zentnerweise abgenommen, aber, so glaube ich, das eigentlich nicht ernsthaft verfolgt. Tief im Inneren wusste ich: "Jedes Pfund ist schön an mir".

Jetzt habe ich die - vorläufige - Quittung: ein Schlafapnoe-Syndrom, und seit dem 24. Apriol habe ich eine Maske und das Gerät für die sog. CPAP-Therapie. Da der ganze Komplex viel zu wenig bekannt ist, dachte ich mir, das ist doch ein gutes Thema. Was das mit Charles Dickens zu tun hat?

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Anlässlich der Rosenburg- Akte:         Roland Freisler -  Vom Kommunisten zur "Panzertruppe der Rechtspflege"

Eigentlich wollte ich das erst an seinem Geburtstag veröffentlichen, aber am Tag der Veröffenlichung der "Rosenburg"-Akte" soll jetzt über die links-rechts Karriere eines besonders wirkmächtigen Juristen, Roland Freisler, und über einen Nachkriegs-Pensionsskandal berich tet werden:

Die Cellesche Zeitung veröffentlicht die Geburtsanzeige für den am 30.Oktober geborenen ersten Sohn des Ehepaares Julius und Florentine Freisler, Roland. Ein zweiter Sohn, Oswald, wird 1895 geboren. Vater Freisler ist Ingenieur und Lehrer. Roland geht zunächst in Aachen auf das Gymnasium, macht, wegen Umzugs der Familie, 1912 in Kassel Abitur – als Klassenbester. Auf seine „humanistische“ Bildung wird er auch später großen Wert legen: mit seinem guten Juristenkumpel Hans Frank (dem Schlächter von Polen) soll er ausschließlich in Latein kommuniziert haben.

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Duma-Wahlen auf der Krim: illegitim

Wie die russischen Duma-Wahlen auf der Krim mehr als der Hälfte der russischen Abgeordneten die Legitimität nehmen:
Erklärt von Dmytro Kuleba, Ständiger Vertreter der Ukraine beim Europarat.
Folgender Text wurde auf der Facebook-Seite der ständigen Vertretung der Ukraine beim Europarat am 14.09.2016 veröffentlicht und von Martina Steis aus dem Ukrainischen übersetzt.
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Nachkriegsblonde Türkinnen, und die Europäischen Werte, oder so. Teil 3

Echt jetzt? Das impliziert ja, daß sie es bislang an Loyalität fehlen liessen. Und wieso gleich "hohes Maß"? Soll das sie Illoyalität von Leuten ausgleichen, sie an den Galgen wünschen, sie als Diktatorin beschimpfen, und die, obwohl auch sie "schon lange in Deutschland leben", nämlich seit der Wende, bis heute zutiefst illoyal sind. Zeit, über die Loyalität der Deutschen mit türkischen Wurzeln zu schreiben.

Und "entwickeln" heißt, sie hatten es bislang nicht.

Das bestreite ich mit Nachdruck!

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23. August 1989 - der Baltische Weg

Am Jahrestag des Hitler-Stalin (bzw. Molotow-Ribbentrop)-Pakts, der Lettland und Estland der sowjetischen und Litauen der deutschen Einflusssphäre zuordnete, bildeten über eine Million Menschen aus diesen Staaten eine mehr als 600km lange Menschenkette, die später unter dem Namen „Baltischer Weg“ berühmt wurde.

 

Der Weg führte über:

Litauen: Vilnius – Širvintos – Ukmergė – Panevėžys – Pasvalys

Lettland: Bauska – Iecava – Ķekava – Rīga – Vangaži – Sigulda – Līgatne – Drabeši – Cēsis – Lode – Valmiera – Jēči – Lizdēni – Rencēni – Oleri – Zasi – Rūjiena – Koniņi

Estland: Nuija - Karksi – Viljandi –Türi –Rapla – Tallin.

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Nachkriegsblonde Türkinnen, und die Europäischen Werte, oder so. Teil 2

Nach Studium und Studentenjobs an der Uniklinik Düsseldorf und Praktischem Jahr im Düsseldorfer Nobelvorort Benrath bekam ich meine erste Assistentenstelle auf der gynäkologischen Abteilung eines damals nicht so noblen Krankenhauses im Ruhrgebiet. Wir hatten naturgemäß eine Menge türkischer Patientinnen, einfache Frauen, deren Männer einst als Bergleute aus der Türkei geholt worden waren - ein Knochenjob. Die Familien waren meistens bei der Bundesknappschaft versichert, die den Frauen nach meiner Erinnerung nach einer Entbindung 2 Tage weniger zum Erholen zugestand, als damals die anderen gesetzlichen Krankenkassen. Und wir hatten viele deutsche Privatpatientinnen, da unser Chef einen sehr guten Ruf hatte.

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Nachkriegsblonde Türkinnen, und die Europäischen Werte, oder so. Teil 1

Unstreitig sind die Beziehungen zwischen der Türkei und Deutschland schwer gestört, was ich persönlich sehr bedaure. Das heißt NICHT, wie mir in den sozialen Netzwerken bereits unterstellt wurde, daß ich Erdogan bedingungs- und besinnungslos verteidige, mir geht es ganz wesentlich um den Umgang mit den hier lebenden türkeistämmigen Menschen, und der ist aus meiner Sicht mehr als kritikwürdig.

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Deutsche Welle -  ein fragwürdiger Trip auf die Krim

Quelle: Halya Coynash, Kharkiv Human Rights Protection Group, 6. August 2016

Es sollte auch in den Medien, noch Konsens sein, daß die russische Annexion der Krim völkerrechtswidrig ist. Doch man fragt sich, ob Leiter des Moskauer Büros der  der aus Steuergeldern finan-zierte Deutschen Welle das anders sieht: unter Verstoß gegen ukrainische Gesetze reiste der Leiter des Moskauer Büros, Jurij Rescheto über Russland ein und nahm an einem Propaganda-Trip auf die Krim teil, der sofort propagandistisch ausgeschlachtet wurde, und bei dem er auch durch besonderen Eifer aufgefallen sein soll. Entsprechende – und mittlerweile gelöschte, aber über die wayback-machine noch auffindbare tweets gehen mittlerweile viral. Ist für Herrn Rescheto die Krim jetzt russisch? Es scheint so. Die ukrainische Journalistin und Menschenrechtsaktivistin Halya Coynash deckte das Ganze  auf: auch wenn einige Einzelheiten des Besuchs mittlerweile zwischen DW und Frau Coynash strittig sind: es bleibt, daß Rescheto, der Leiter des MOSKAUER Büros der Deutschen Welle über Russland auf die Krim gereist ist. Das ist ein Verstoß gegen ukrainische Gesetze und die Reisehinweise des AA sind hier auch eindeutig. Ausserdem fragt man sich, warum nicht der Leiter des Kyiver Büros der DW diese Einladung wahrgenommen hat. Hier ist zunächst Halya Coynashs Artikel.

 

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Gespräche zwischen Russland und der Türkei über Turkish Stream werden wieder aufgenommen

Quelle: Turquie-news vom 31. Juli 2016

 

Der russische Energieminister, Alexander Nowak hat die Wiederaufnahme der Verhandlungen über die unter dem Namen Turkish Stream bekannte Gaspipeline angekündigt.

 

In einer am Freitag ausgestrahlten Sendung im Kanal "Rossiya 24" erklärte Nowak, die Türkei wolle auf direktem Weg 15,75 Milliarden Kubikmeter Naturgas importieren.

 

 

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31. Juli 1932 Die tscherkessische Miss Universum

In Spa/Belgien wird die amtierende Miss Türkei 1932, Keriman Halis Ece, *16. Februar 1913, † 28. Januar 2012, jeweils in Istanbul, zur Miss Universe 1932 gekrönt. Erste Miss Türkei wurde 1929 Feriha Tevfik Dağ, später eine bekannte Filmschauspielerin.

 

Keriman Halis ist von ubychischer, also westkaukasischer Herkunft, diese tscherkessische Volksgruppe – Eigenbezeichnung Pech – siedelte über Jahrhunderte am Ostrand des Schwarzen Meeres in der alten Kolchis und flüchtete 1864 geschlossen, also mit 30 000 Menschen, nachdem die Russen ihre Heimat erobert und viele von ihnen ermordet hatten, in die Türkei. Viele Mitglieder ihrer Familie spielten im kulturellen und wissenschaftlichen Leben eine Rolle, ihr Onkel, Muhlis Sabahattin Ezgi, war ein bekannter Operettenpianist, ihre Tante, Neveser Kökdeş, eine bekannte Musikerin und Komponistin. Ihr Bruder, Turgan Ece, war einer der ersten Präsidenten des Fußballclubs Galatasaray Istanbul.

 

Nach dem Erlass des Gesetzes , das alle türkischen Bürger verpflichtete, sich einen Nachnamen zu wählen, soll Atatürk persönlich ihr – Halis war der Vatersnamen – den Nachnamen Ece, Königin, verliehen haben.

 

Sie arbeitet später als Model und Pianistin, heiratet zweimal, bekommt drei Kinder und stirbt 2012, knapp 3 Wochen vor ihrem neunundneunzigsten Geburtstag.

 

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Traumatisiert: Die Attentäter von Fort Hood, München, Würzburg und Ansbach

Damit wir uns recht verstehen: ich möchte die Attentäter nicht verteidigen und auch niemanden einen Vorwurf machen: doch ich fürchte, beim "handling" nicht nur von Muhammad D. sind einige tragische Fehler passiert, aus denen man dringend lernen muss, damit sie sich nicht wiederholen. Schuldzuweisungen bringen hier überhaupt nichts.

Ich mache hier einige Vorschläge...

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Schafft Olympia ab, Olympia hat fertig!

Kann mal jemand bitte diese Farce beenden? Putin-Freund Bach hat - erwartbar - den Start für die russischen Chemieprodukte doch freigegeben. Olympia findet mit Rio an einem - wegen Zika, Korruption und Terrordrohung - vollkommen untauglichen Ort statt, und zwar gegen den Willen weiter Teile der Bevölkerung. Aber eigentlich ist das alles nichts Neues.

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Morgen hat Diam's Geburtstag

Morgen wird die ehemalige französische Rapperin Mélanie Géorgiades, Künstler- name Diam's, 36 Jahre alt.

Diam's war lange der einzige weibliche Star der französischen Rap-Szene und wurde mit ihrer Konversation zum Islam 2008 zur Projektionsfigur antiislamischer Ressenti- ments und Kampagnen.

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Renate Künast, Schüsse, Twitter und Asylbewerber

So langsam drehen jetzt alle durch! Was ist passiert: die Polizei hatte versucht, einen siebzehnjährigen Asylbewerber zu stellen. Der Junge ging auf die Polizisten los und wurde von ihnen erschossen. Soweit die Nachrichtenlage. Frau Künast, gelernte Juristin, setzte den nebenstehenden "irritierenden Tweet" ab und geriet in einen Shiststorm. Von Anfang an alles fröhlich am Thema vorbei, der tweet, der Shitstorm, der ausbrach, bevor gesichert erschien, daß der 17-jährige sich in einem Bekennervideo zum IS bekannte. Ich unterstelle mal, Frau Künast hat sich länger nicht mit dem Problem der Notwehr/des Finalen Rettungsschusses beschäftigt... Es muss nicht jedeR zu allem was sagen...

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Pressemitteilung: Die Union der Moscheen Frankreichsverurteilt diesen feigen und verabscheungswürdigen Anschlag ohne Wenn und Aber

Pressemitteilung der Union der Moscheen Frankreichs, 15.07.2016

Die Union der Moscheen Frankreichs, UMF, verurteilt den feigen und verabscheuungswürdigen Anschlag aufs Schärfste, der in der Nacht des 14. Juli 2016, dem Nationalfeiertag, auf der Promenade des Anglais verübt wurde und der mehr als 84 Todesopfer, darunter viele Kinder forderte. Weiter wurden Dutzende verletzt, zwanzig von ihnen befinden sich in einem absolut kritischen Zustand.

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Marwa el-Sherbiny - die Zeichen an der Wand, Teil 1

Heute vor 7 Jahren wurde die im dritten Monat schwangere ägyptische Apothekerin und ex-Spitzensportlerin (errang mit der ägyptischen Handball-Nationalmannschaft bei einer afrikanischen Meisterschaft den 3. Platz) Dr. Marwa el-Sherbiny von dem in Russland geborenen Deutschen Alex W. in Dresden ermordet.

 

Ihr Mann, der Naturwissenschaftler Elwy Okaz wurde beim Versuch, dem Täter das Messer zu entwinden, zunächst vom Täter mit ebenfalls sechzehn Messerstichen schwer verletzt, dan von einem zur Hilfe gerufenen Bundespolizisten angeschossen, wobei er einen Schussbruch im Oberschenkel erlitt.

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Brexit - der Katzenjammer

Die "spleenigen Inselbewohner", jedenfalls ihr englischer Teil, (O-Ton "Lügenpresse") scheinen jetzt aus ihrer Brexit-Euphorie aufzuwachen, und zu versuchen, zurückzurudern, und  - ehrlich gesagt - finde ich das noch schlimmer, als wenn sie die Nummer mit "stiff upper lip" durchziehen würden, "Right or wrong, my country..." oder so.

Obwohl mir klar ist, daß es solche Politiker und so ein "Stimmvolk" auch anderswo gibt, habe ich das, was da jetzt anscheinend abgeht, nicht erwartet - nirgendwo... Man möchte laut loslachen, aber dann bleibt einem das Lachen im Halse stecken. Das ist ein politisches, die mich ehrlich gesagt, schaudern lässt. Vorbereitet ist offenbar nichts. Das Ganze scheint ein Spielchen zur Machtsicherung gewesen zu sein.

Das hätte ich in meinen kühnsten Albträumen nicht erwartet, was Land und Leute da jetzt abziehen. Jetzt wäre es auch mir recht, wenn sie gehen. Man muss sie nicht gleich rauswerfen, aber allzu lange sollte das nicht (mehr) dauern.

 

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Brexit - der Giftbecher

Quelle: Indy.100.independent vom 26.6.2016

Jetzt, da sich der Pulverdampf auf dem Schlachtfeld des EU-Referendums sich gelegt hat, erwarten 33 Millionen mit angehaltenem Atem, um zu sehen, was die Sieger machen werden, jetzt, da die Nation gesprochen hat und austreten will.

Politische Kommentatoren sagen eine dunkle Zukunft für das Vereinigte Königreich voraus.  Jeremy Corby hat, um einen Putsch abzuwenden, Hilary Benn gefeuert, und Boris Johnson könnte im November Premierminister werden.

David Camerons Entscheidung zurückzutreten, bevor er den Artikel 50 ausgelöst hat, der festlegt, wie ein Land die EU verlässt, haben möglicherweise größere Konsequenzen für die Hoffnungsträger der Konservativen, die den Posten des Premierministers im Visier haben, als das, wofür sie gefeilscht haben.

Während sich Panik breitmacht, hat hat ein Kommentator im Guardian interessante Theorien zu diesen Komplikationen.

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Es geht schon los: Nigel Farage zieht das erste Mal den Schwanz ein

Quelle: de Standaard.be, 24.6.2016

"Wir schicken der EU jede Woche 350 Millionen Pfund. Lassen wir stattdessen unseren Nationalen Gesundheisdienst sponsern.

 

Das war einer von den Kampagnenslogans des 'Leave'- Camps schlechthin. Nun da der Brexit Tatsache ist, zieht Nigel Farage seinen Schwanz bereits ein: 'Es war ein Fehler von mir, das zu behaupten. Das kann nicht funktionieren.'"

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Brexit - Mit Klarheit und Optimismus

Cameron hat sich verzockt und die Zukunft - nicht nur - der Jungen in seinem Land zunächst verspielt. Das jahrelange Schlechtreden der EU, aber auch deren Fehler haben erste Früchte getragen. Es werden Wetten angenommen, welches Land als nächstes den Austritt vorbereitet. Wie Rechtspopulist Nigel Farage bereits gesagt hat: es gehe nicht nur um Großbritannien, es gehe auch um andere Staaten. Darum ist es gut, daß sich Europa auf Klarheit zu verständigen scheint. Doch auch Optimismus tut not.

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Während des Ramadan in Samarkand- Teil 6

Danach gehe ich erst einmal zum Basar. Unterwegs fällt mir auf, daß recht viele Garküchen in Betrieb sind und auch frequentiert  werden. Im Angebot reichlich Westliches,  und auch ein 96 (!) - prozentiger Schnaps, spirrit, wird reichlich angeboten. Doch wer bin ich, mich darüber zu mokieren!

 

 

Am Eingang des Basars steht wieder ein Beter. Jeder, den er, ohne sein Gebet zu unterbrechen, durchdringend anschaut, läuft zu ihm und gibt ihm etwas.

 

Mit der Bettelei bin ich inzwischen versöhnt, denn es fällt mir auf, daß, mit Ausnahme des recht jungen „Stoßtrupps“ vor der Nekropole meistens alte Menschen versuchen, auf diese Weise zu etwas Geld zu kommen. Möglich, daß es für sie eine Frage der Würde ist, daß sie für das Almosen auch immer etwas geben.

 

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22. Juni 1940 - General De Gaulle ruft die Franzosen zu Widerstand und Kampf

Am 18. Juni 1940 wendet sich, als Reaktion auf die Kapitulation Frankreichs, der mittlerweile nach London geflüchtete, junge, französische Brigadegeneral Charles de Gaulle über Radio London zum zweiten Mal an seine Landsleute.

Das offizielle Frankreich hatte kapituliert, der Held von Verdun, Marschall Pétain galt nicht wenigen Franzosen aus derjenige, der Frankreich zum zweiten Mal gerettet habe.

De Gaulle, den mit Pétain schon früher gegenseitige Verachtung verbunden hatte, flüchtete am 17. Juni 1940, als Reaktion auf die Ankündigung der Bitte um Waffenstillstand durch Marschall Pétain, nach London und rief von dort über Radio seine Landsleute zum Widerstand auf, und die wehrfähigen Männer, sich ihm und den von ihm gebildeten Streitkräfte des Freien Frankreich anzuschließen.

Für seinen Ungehorsam und Widerstand wurde er in Abwesenheit zum Tode verurteilt. Das nebenstehende Plakat, das „Plakat von London“, l‘ affiche ‚Á tous les Français‘   zählt mit dem darauf gedruckten Text mittlerweile zum Dokumentenerbe der Menschheit. Am 22. Juni 1940 folgte die nächste Rede. Stalin und Hitler waren da noch ziemlich beste Freunde.

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Alfred Liskow

Der deutsche Wehrmachtssoldat, Arbeiter in einer Möbelfabrik und Kommunist Alfred Liskow durchschwimmt abends um 21:00 Uhr den Bug um die Rote Armee davon zu unterrichten, daß der Angriff auf die Sowjetunion unmittelbar bevorsteht. Dies berichten übereinstimmend alle Quellen über ihn.

 

Über sein weiteres Schicksal gibt es widersprechende Berichte, die einander ausschließen: entweder ist er, auf unmittelbaren Befehl Stalins sofort als „Desinformant“ erschossen worden; nach einem Verzeichnis der Rosa-Luxemburg-Stiftung verfasste er das erste antifaschistische und an die deutschen Truppen gerichtete Flugblatt und fiel als Soldat der Roten Armee im Sommer 1941, nach wieder anderen Quellen hielt er sich zunächst in Moskau auf, sei dann von Komintern-Generalsekretär Georgi Dimitroff als Faschist und Antisemit gebrandtmarkt und daraufhin erschossen worden.

 

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Michail Chodorkowskij - die Schlacht von Marseille

Quelle.

Ein Land definiert sich durch seine militärischen Siege -  für Russen  heisst das: die Schlacht auf dem Eis, die Schlacht auf dem Kulikowo Polje, Borodino, Stalingrad und jetzt ... Marseille.

Es war ein überwältigender Sieg, einer für die Geschichtsbücher. Die Russen waren deutlich in Unterzahl. Ihnen gegenüber standen die massenhaften Reihen der Engländer. An der Seitenlinie saßen die Franzosen und warteten, wie sich die Schlacht denn entwickeln würde.

Doch unsere tapferen Russen waren bis an die Zähne bewaffnet, diszipliniert, kampfgestählt von den Bürgerkriegen die sie in St. Petersburg und Moskau gekämpft haben, sowie narbiger Veteranen, die aus der Ukraine und Syrien zurückgekommen sind.

Man schloss sich der Schlacht an und die Engländer wurden alsbald dazu gebracht, zu fliehen, zu fliehen durch die dunklen Straßen der Altstadt, sich duckend unter den Schlägen unserer Krieger, die blutbedeckt und mit freiem Oberkörper angriffen...

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Fußballkrawalle: Russischer "Fan" posiert mit "Rassekrieger"-T-shirt.

Der international angesehene Rechtsex-tremismus-Forscher Anton Shekovtsov erkannte bei einem Gruppenbild der russischen "Hooligans" ein eindeutiges T-shirt (roter Pfeil): eines der russischen Rechtsextremistenorganisation "White Rex", deren vk-Account auch für Nicht-Russisch-Sprechende nicht mißzuverstehen ist. White Rex hat gute Beziehungen zu Regierungs- und Geheimdienst-Strukturen. Deswegen ist es wichtig, diese Informationen auch auf Deutsch zur Verfügung zu stellen. Die Fahne, mit der da posiert wird, scheint übrigens - auch wenn man den entsprechenden Kommentar liest, eine britische Beutefahne zu sein.

Anton Shekhovtsov hat mir  erlaubt, einen Artikel zu übersetzen, in dem er  schon im November 2014 darüber berichtete, daß "White Rex" unter anderem in Wales britische Neonazis ausbildet und trainiert, um sie für antisemitische und antimuslimische Ausschreitungen fit zu machen und noch weitere rechtsextreme Aktivitäten pflegt.

 

Hier ist, heute bei fb aktuell kommentiert, sein Artikel:

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Während des Ramadan in Samarkand- Teil 5

Schon wieder fast die ganze Nacht nicht geschlafen, denn der Kampfhund heulte und bellte bis mindesten morgens um 3:30 Uhr. Morgens pünktlich zu suhur (Frühstück) und fadjr aufgestanden. Father John hatte am Vortag schon die Fahrt zur Hodja Zudmurod - Moschee, der Samarkander Zentralmoschee organisiert.

 

Als ich dort um 6:30 Uhr eintreffe, ist noch stockfinstere Nacht. Ich hatte schon vorher festgestellt, daß die hiesigen Gebetszeiten sich doch ganz erheblich von den in Deutschland mittels Computer ermittelten unterscheiden. Ich hoffe, dort den Imam Katib zu treffen. Es scheint dort gerade das Frühgebet stattzufinden, denn einige Männer haben sich draußen, im „Sommerteil“ aufgestellt. Ich stelle mich also in gebührender Entfernung von den Männern auf verrichte das Gebet, das ich für das Frühgebet halte, also noch einmal als „Schuldgebet“, als Ersatz für ein anderes, das ich irgendwann einmal versäumt habe. Eigentlich hätte ich erwartet, daß die Zentralmoschee von Samarkand im Ramadan voller ist...

 

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Während des Ramadan in Samarkand -Teil 4

Als wir am Eingang zur Nekropole unseren Obulus bezahlen, will ein freundlicher Mann wissen, ob ich aus Deutschland komme. Die positive Antwort erfreut ihn sehr. Er sei zwei Tage zuvor von einer Besuchsreise aus Deutschland zurückgekommen.

Er ist einer der beiden, die am Eingang als Du’a-Beter oder Koran-Rezitator wirken, bei denen man ein Du’a oder eine Koran-Rezitation gegen eine Spende bestellen kann.

 

Das für die Gebete eingenommene Geld wird überall offenbar für die Renovierung und/oder Erhaltung religiöser Bauwerke verwandt, und es scheint mir usbekische Tradition zu sein, einem Beter immer sadaqa (Almosen) zu geben, weil man sich offenbar von den Gebeten dann mehr Kraft verspricht.

Man setzt sich während der Rezitation oder des Gebetes daneben, hört entweder zu oder betet mit nach oben geöffneten Händen mit. Außerdem ist es offenbar adab, d.h. gute Sitte, daß, während eines Gebetes jeder stehenbleibt und die Hände erhebt.

 

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Während des Ramadan in Samarkand - Teil 3

Nach dem suhur (Fastenbrechen) und fajr (Morgengebet) lege ich mich morgens zunächst wieder hin. Father John hatte mich freundlicherweise geweckt. Um 1100 Uhr stehe ich dann endgültig auf.

Der Abend zuvor war noch reichlich unangenehm gewesen: ab Einbruch der Dunkelheit wacht auf dem Hof ein „geleaster“, riesiger, usbekischer Wolfshund, der „hauptberuflich“ als Kampfhund eingesetzt wird. Tagsüber wird er von seinem Besitzer trainiert und am Wochenende kämpft er. Die ganze Zeit ist mir die Vorstellung im Kopf herumgekreist, daß das Tier im Prinzip bei jedem seiner Kämpfe zu Tode kommen kann. Der Hund schien sich da auch so seine Gedanken zu machen, denn er bellte und heulte die ganze Nacht. Das Tier ist riesig, so eine Art Wolfshund, dem man jedoch, damit sich kein Gegner festbeißen kann, Schwanz und die kompletten Ohren amputiert hat. Da der Hund wirklich fast die ganze Nacht auf dem Hof verrückt gespielt hatte, war ich fast nicht zum Schlafen gekommen.

 

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Während des Ramadan in Samarkand - Teil 2

Mein erster Weg führte mich zum Registan. Das berühmte Ensemble aus den drei Medressen ist in jedem Reiseführer zu besichtigen, ich habe mich lieber auf die Einzelheiten konzentriert.

 

1998 war man gerade dabei, das Ensemble, das über die Jahre nicht nur durch Fehler in den Wasserleitungen, sondern auch durch Fehler der sowjetischen Restauratoren schwer gelitten hatte, wieder neu zu restaurieren, oft auch nicht zu dessen Bestem.

 

 

„Plötzlich sahen wir bemalte Minarette, die in einem blauen Licht erzitterten, das unter die Haut ging und große Kuppeln von einem Blau, gleich dem Blau des Mantels der heiligen Jungfrau, die zusammen mit den mächtigen Gebäuden das Gewicht des Himmels schulterten, mitten unter leuchtend grünen Bäumen und Gartenanlagen.“

Laurens van der Post, Journey into Russia, 1964

 

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Während des Ramadan in Samarkand - Teil 1

Im Januar 1998 bin ich auf eigene Faust - allerdings mit Hilfe eines Kameraden und seiner Familie über Moskau nach Usbekistan gereist. ich habe einiges an Material für ein Buch gesammelt, das auch noch auf meiner ToDo-Liste steht. Im Ramadan war ich in Samarkand.

Nachdem ich mich in Taschkent mit meiner russischen Dolmetscherin und deren Familie angefreundet hatte, bin ich von Taschkent mit dem Bus nach Samarkand weitergereist.

Darüber zu berichten ist passend für den am Montag beginnenden Ramadan.

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Von Österreich lernen ...

Am 22. Mai wurde der unabhängige Kandidat Alexander Van der Bellen zum neuen öster-reichischen Bundespräsidenten gewählt. Ein Mann mit einer beeindruckenden Biografie, der in Österreich eine beeindruckende Unterstützerszene mobili- siert hat und dem Kandidaten der Rechtspopulisten und -extremisten den schon sicher geglaubten Sieg entreißen konnte. Ich denke, daß man im Guten und im Bösen von Österreich im Allgemeinen und von dieser Wahl in Deutschland lernen kann und muss.

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Petersburger Soldatenmütter: Neue App zum Schutz der Wehrpflichtigen

Global-Voices-Autorin Tetyana Lokot am 23.05.2016:

 

Menschenrechtsaktivisten haben eine neue mobile App für russische Wehrpflichtige herausgebracht, die diese mit nützlichen Informationen über die dringendsten Fragen zur Wehrpflicht versorgt, und ihnen ermöglicht, unabhängig ihre Rechte zu verteidigen.

 

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Oberrabbiner der Ukraine: Das Leiden der Krimtataren nicht ignorieren

von Halya Coynash, Kharkiv Human Right Protection Group, 22.05.16.

 

"Die Welt darf das Leiden der Krimtataren nicht ignorieren, so wie sie damals das unsrige ignoriert hat. Unser Aufschrei muss gehört werden, damit der Horror der Vergangenheit sich hier und jetzt nicht wiederholt. Unsere Worte müssen erschallen, weil die Welt zur Zeit über das Schicksal der Krimtataren schweigt." 

Dies war am 18. Mai die Nachricht von    Yaakov Dov Bleich, als er in Kyiv auf einer Gedenkveranstaltung für die Opfer der Deportation des Krimtataren-Volkes sprach. Diese Worte richteten sich an eine Welt, die wiederum bitterlich versagt, wo sie darauf reagieren müsste, daß ein ganzes Volk in Gefahr ist.

 

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Empfehlung 1162 (1991) der parlamentarischen Versammlung des Europarats über den Beitrag der Islamischen Zivilisation zur Europäischen Kultur

Der Europarat ist eine zwischenstaatliche politische Organisation. Ziel des Europarats ist es, die Zusammenarbeit auf politischem, wirtschaftlichem, sozialem, kulturellem und wissenschaftlichem Gebiet zu stärken, auf den Schutz und die Wahrung der Menschenrechte zu achten und so die Entwicklung seiner Mitgliedstaaten zu fördern.

Als Organe des Europarates wurden das MinisterInnenkomitee, die Beratende Versammlung (heute Parlamentarische Versammlung) sowie das Generalsekretariat mit Sitz in Straßburg eingerichtet. 1991 veröffentlichte er, nachdem eine Erklärung über den Beitrag der Juden zur europäischen Kultur und Zivilisation bereits veröffentlicht hatte, eine ebensolche zum Beitrag des Islam.

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Rauchen, Schockbilder und ein Schuss Heuchelei

Als ex- (mehr als dreissig Jahre) Raucherin kann ich da mitreden. Seit dem 20. Mai sind also Schockbilder auf Zigarettenpackungen Pflicht. Für mich einfach nur verlogene, moralinsaure Symbolpolitik. - Wahrlich kein Wunder, daß für viele "political correctness" ein Schimpfwort ist...

Zuerst hatte ich mir ja überlegt, hier auch ein Schockbild zu posten, aber dann habe ich mich für meine damalige Lieblingszigarette entschieden.

 

Und so leset die Geschichte meiner Raucherkarriere und wie ich es mir abgewöhnt habe. Ein militanter Nichtraucher bin ich bis heute nicht.

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Russland hindert die Krimtataren daran, ihrer Deportation zu gedenken

Der grandiose Sieg von Jamala beim ESC kam zur rechten Zeit. Russland zieht die Unterdrückungsschraube auf der Krim an. Morgen jährt sich der Tag der völkermörderischen Deportation, die Jamala mit ihrem Siegeslied besungen hat, zum 72. Mal. Der traurige Höhepunkt einer Eskalationsspirale der Unterdrückung: Sie dürfen morgen, am Jahrestag ihrer Toten und ihrer Leiden nicht gedenken! Die Journalistin Halya Coynash von der Kharkiv Human Right Protection Group (KHPG) schreibt dazu:

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Dank Euch, Ihr Sowjetsoldaten?

Die erste Version dieses Artikels habe ich 2012 für die Freitag-Community verfasst, anlässlich einer Bemerkung von Joerg Lau in dessen Facebook-Account, am damals nächsten Auschwitz-Gedenktag solle doch mal ein russischer (sic!) Veteran im Bundestag sprechen, schließlich habe die Rote Armee das Lager befreit. Der Artikel stand damals mit mehreren hundert Kommentaren, bis die Redaktion eingriff an der Spitze der Community-Artikel, nicht zuletzt, weil eine ehemalige Sowjetbürgerin verzweifelt gegen mich anschrieb. Mittlerweile hat sich einiges geändert, nicht nur in meiner Sicht auf die Dinge. Vieles aber habe ich bis heute nicht zurückzunehmen.

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Der Chef von Putins Nachtwölfen - in Geschichte nicht aufgepasst...

Autor: Robert Colson, rferl.org, 3. Mai 2016

Seit Jahren ist es ein ständiges Mantra der Putin-Unterstützer, daß der Westen die Geschichte des Zweiten Weltkriegs "revidieren" wolle. Viele im Westen würden die enormen Opfer des Sowjetvolkes im Kampf gegen Hitlerdeutschland - das ungefähr 20 Millionen Menschenleben verlor - nicht angemessen würdigen.

Doch am 1. Mai, während eines Zusammentreffens mit Journalisten in der Belorussischen Stadt Brest, war es an Alexander Saldostanow, dem Chef des berüchtigten Pro-Putin-Motoradclubs "Nachtwölfe", beachtlichem Geschichtsrevisionismus zu frönen.

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02. Mai 1945: Inszenierung und Russifizierung einer Kriegsikone

Inszenierung einer Kriegsikone: Der "russische Capra", Jewgenij Chaldej, stellt die Flaggenhissung, nachdem der Reichstag bereits am 30. April erobert worden war, am 2. Mai 1945 nach: endlich hatte die Roter Armee es geschafft, der Weg zum Reichstag, на рейхстагом, in das Herz der Finsternis war zuende, der Krieg gewonnen.  In Moskau wurde ein schönes Bild mit der passenden Geschichte gebraucht. Es musste mehrfach nachgebessert werden: im Hintergrund wurden Rauchschwaden eingefügt und dem russischen Rotarmisten Michail Jegorow, der den Flaggenhisser stützte, wurde eine von zwei Armbanduhren wegretuschiert.

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Der Ziegenficker - ein europäisches Kulturgut?

Der Narrativ vom "Ziegenficker" ist im Zusammenhang mit der Böhmermann-Affäre bis ins Feuilleton und die etablierten Nachrichtenportale eingeschlagen. Es scheint sich um ein Faszinosum zu handeln, da selbst bei sich aufgeklärt wähnenden Medienmensch*innen eine Saite zum Klingen bringt, die man eigentlich nach 1945 in Deutschland überwunden zu haben glaubte: die Sexualisierung des Feindes mittels Griff zwischen die Beine. Und so sagen solche sexualisierten Feindbilder mehr über den aus, der sie transportiert, als über den, den sie angeblich beschreiben.

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Gallipoli

25.04. 1915: Beginn der Gallipoli-Bodenoffensive mit der Landung hauptsächlich australischer und neuseeländischer Truppen (Australian and New Zealand Army Corps, ANZAC) mit 30.000 Soldaten auf der Halbinsel Gallipoli. Strategisches Ziel: Gallipoli sollte Zwischenziel sein auf dem Weg der Eroberung Konstantinopels. Die Truppen des Empire wuchsen später auf 469.000 auf, verstärkt durch 79.000 Franzosen. Die Landung und somit der Beginn der Bodenoperationen erfolgte, da der eigentliche Plan, die Halbinsel durch reine Marineoperationen zu erobern, auf den der Erste Lord der Admiralität (=Marineminister), Winston Churchill, gesetzt hatte, gescheitert war. Es kam zu einem 8 Monate dauernden Gemetzel. Nach achtmonatigem, erbittertem Kampf verließen die Briten und ihre Verbündeten am 9. Januar 1916 geschlagen das Schlachtfeld.

 

Die Schlacht kostete 44.072 alliierte und 57.263 osmanische Soldaten das Leben.

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Die Philosophen auf Putins Nachttisch

Was einen ja immer wieder erstaunt: Leute, die sich unverdrossen für links halten, stehen in Treue fest zu einem rechtskonservativen, antikommunistischen, nationalistischen und turbokapitalistischen Regime. Ist das Dummheit oder tun sie das wider besseres Wissen? Dieser lange Artikel, dessen ersten Teil ich schon früher übersetzt habe, hilft bei der Antwort. Hoffentlich. Deswegen war es mir wichtig, ihn zu übersetzen.

Artikel von: Casper Thomas
Quelle: De Groene Amsterdammer 12/2014 vom 19. März 2014

Russlands Präsident liest gerne nationalistische Philosophen aus der prä-sowjetischen Ära. Denker wie Iljin, Berdjajew und Solowjow haben sein Denken stark beeinflusst. Ein roter Faden in deren Werken ist der tiefe kulturelle Graben zwischen dem kalten, materialistischen Westen und ihrem großen, großen Russland.

 

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Am 22. April 1915 um 18.00 in Ypern ...

Erster Einsatz der „Gaswaffe“ durch deutsche „Gaspioniere“ in Ypern/Belgien. Um 18:00, bei günstigem Nord-Nordostwind wurden im Frontabschnitt zwischen Bixschoote und Langemarck 1600 große und 4100 Chlorflaschen zum Abblasen von insgesamt 150 Tonnen Chlor geöffnet.

Die am häufigsten genannten Opferzahlen: 15000 Gasvergiftete, 5000 Tote.

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Erfahrungen mit Künstlichen Hüftgelenken

Bis 2007 hatte ich ein recht beliebtes Blog, das sich auch mit Gesundheitsthemen beschäftigt hat - nicht "Der ärztliche Rat" (was ich auch garnicht dürfte), gefühlt zum x-ten Mal, sondern einfach meine persönlichen Erfahrungen und Erkenntnisse, und die Schlüsse, die ich daraus gezogen habe. Das will ich jetzt wieder aufgreifen. -  Wenn's dem einen oder der anderen hilft, umso besser...

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Ukraine? Ist uns egal ...

Wilmer Heck, nrc handelsblad 31.3.16

Worum es wirklich ging, haben die Initiator*innen des "Bürgerkomitees EU" am 31. März dem nrc.handelsblad in erfreulicher Deutlichkeit erzählt und damit den Mittelfinger ausgefahren. Sie haben ihr Ziel erreicht. Nicht "die Niederländer", sondern nur 20% von ihnen haben gegen das Abkommen gestimmt, das ihr Premier, Mark Rutte allerdings jetzt "respektieren" will.

Die Herrschaften haben mehr als zwei Jahre gewühlt und jetzt hat es sich ausgezahlt. Die Link(sliberal)en, die gedacht hatten, das Referendum habe eh keine Konsequenzen, werden sich noch wundern.

 

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Mark Rutte und der Pudding an der Wand

Gestern hielt ein offensichtlich vollkommen überforderter Premierminister Rutte seine wöchentliche Pressekonferenz und wurde von den anweseneden Journalist*innen fast vollkommen filettiert - wie sich die Autoren des rechtspopulistischen Internetportals "Geenstijl" (kein Anstand) zu Recht ausdrücken. Der Versuch der Journalist*innen, Mark Rutte eine klare Aussage zu entlocken, war wie der Versuch, einen Pudding an die Wand zu nageln. Das schafften sie nicht und wurden deswegen auch mit der Zeit ungehalten, was "Geenstijl" dann entsprechend hämisch kommentierte: Mark Rutte habe Angst vor "dem Bürger". Das Video wurde auf deren Website eingebunden. Ich dokumentiere hier die wichtigsten Aussagen. Zuvor stelle ich, nach dem "Bürgerkomitee" zwei weitere Sturmgeschütze der Kampagne vor, Geenstijl und Geenpeil:

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Auch Dietmar Bartsch fischt in rechten Gewässern

Man hatte ja noch Hoffnung, daß Dietmar Bartsch die Querfronterei von Sahra Wagenknecht neutralisieren kann, aber die kann man nach dem dem folgenden Facebook-Post, den ich hier dokumentiere, wohl begraben.

Wer mag, kann seine "Argumente" ja mit denen der Putin-Pudel im vorhergehenden Post vergleichen - viele sind deckungsgleich.Zwar braucht "der Osten" starke Stimmen, aber das Folgende ist eine "starke Stimme" für Putin und Europas Rechtspopulisten und - extremisten.

Kalauer, in denen das Wort Komintern vorkommt, verkneife ich mir jetzt. Die LINKE ist tief gesunken und von der AfD nicht mehr zu unterscheiden.

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Ukraine? Putins nützliche Idioten

Erst jetzt, wo das Referendum schon gelaufen ist, wird mir klar, worum es dabei ging. Es ging nicht um die Ukraine!

 

Deer Internetauftritt des Komitees, mit dem es nicht ohne Erfolg versucht hat, den Wählern Sand in die Augen zu streuen, ist entlarvend: Eine niederländische 5. Kolonne für Putin!

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Am 6. April 1896

In Athen werden die 1. Olympischen Spiele neuer Zeitrechnung durch König Georg I. eröffnet. Dreihundert Athleten messen sich in neun Disziplinen.

Zunächst war man nicht begeistert, denn das Land hatte kein Geld für den Bau der Hauptkampfstätte, doch dann übernahm der schwerreiche Finanzier Giorgios Averoff die Kosten des Neubaus des Panathinaikos-Stadions aus eigener Tasche. Das Stadion steht auf den Ruinen seines antiken Vorgängers. König Georg I. eröffnete die Spiele vor 60.000 Zuschauern, es wurde in 9 Disziplinen von 300 Athleten aus 13 Ländern gekämpft.

 

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Poroschenkos Offshore-Geschichte stellt Standards und Unabhängigkeit der ukrainischen Medien auf den Prüfstand

Autorin: Veronika Melkozerova, Kyivpost 4.April 2016

Daß der Name ihres Präsidenten Petro Poroschenko in den Panama-Papers auftaucht, hat die ukrainische Öffentlichkeit und ihre Medien aufgescheucht. Kyivpost-Autorin Veronika Melkozerowa stellt fest, daß der Umgang damit eine Bewährungsprobe für die einheimischen Medien ist. Schon jetzt zeigt sich allerdings ein deutlicher Unterschied zur Methode des Umgangs zu den russischen Medien, die es schlankweg als putinophobe Verschwörung abtun, daß Namen aus dem Umfeld des russischen Präsidenten auch in den Papers erscheinen und sich ansonsten in Whataboutismus üben.

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Kein Muslim hat je den Terror verurteilt

Schon 2008 hatte ich andernorts gegen das Dauermantra, daß kein Muslim je den Terror verurteilt hätte etwas geschrieben. Diese Behauptung war schon 2001, unmittelbar nach nine-eleven nicht wahr, 2008 nicht, 2016 nicht. Es wird von Muslimen, die keinerlei Einfluss auf die Terroristen haben, der "Aufstand der Anständigen" erwartet, und daß sie sich "endlich mal gegen den Terror positionieren" ... "und endlich mal eine Fatwa". Nun, all das ist längst geschehen, was viele jedoch nicht davon abhält, immer noch die Gebetsmühle zu drehen.

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25. März: Estland gedenkt der Opfer der sowjetischen Verbrechen

Aus Estonian world 25.03.2016

 

Am 25. März wurden auf dem Freiheitsplatz in Tallin, wie jedes Jahr, zwanzigtausene Kerzen angezündet, eine für jeden Mann, jede Frau, jedes Kind, das 1949 von den Sowjets nach Sibirien deportiert worden war. Fast 3% der Bevölkerung Estlands wurden innerhalb weniger Tage ergriffen und in entfernte Gebiete Sibiriens verschleppt.

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Minarettverbot in Deutschland? - Die Salafisten wirds freuen...

Zwar hat, so Correctiv, die AfD mittlerweile einige Punkte aus ihrem Wahlprogramm gestrichen, doch die z.B. aus der Schweiz abgepinnte Forderung nach Minarett- und Gebetsruf hat sie beibehalten. Erstaunlich, wo sie doch mit Thomas Tillschneider einen Islamwissenschaftler in Ihren Reihen hat, über den im Internet zu lesen ist:

 

"Tillschneider ist Gründer des „Arbeitskreises Islam“ und Mitglied der Patriotischen Plattform in der AfD. Er nimmt regelmäßig an den Montagsdemonstrationen des Protestbündnisses Patriotische Europäer gegen die Islamisierung des Abendlandes kurz PEGIDA teil." Ausserdem soll er LEGIDA beraten. Was dran ist, kann ich natürlich nicht beurteilen und deswegen distanziere mich vorsichtshalber von allem, was evtl.so nicht stehenbleiben kann.

Aber zurück zu dem, was die Salafisten freuen muss: das Verbot von Minarett und Muezzinruf.

 

Bildnachweis: Haram-Moschee in Mekka, eigenes Archiv

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Radovan Karadžić verurteilt - ist das ein Anfang?

Heute hat das internationale Kriegsverbrechertribunal in den Haag Radovan Karadžić zu 40 Jahren Gefängnis verurteilt. Da er heute bereits siebzig Jahre alt ist, bedeutet das, daß er selbst mit 2/3 Rabatt weit über neunzig Jahre alt wäre, wenn er das Gefängnis wieder verlassen würde. Kann die Verurteilung dieser serbischen Extremistenikone einen Neuanfang einleiten, und was könnte das denn überhaupt für ein Neuanfang sein?

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Die usbekische Nanny - dröhnendes Schweigen in Russlands Staatssendern

Von Darina Gribova, globalvoices.org, 4. März 2016

Der Artikel erschien unter der Überschrift "Warum das russische Fernsehen nichts sagte, als eine Nanny ein vierjähriges Mädchen umbrachte". Gribova - und nicht nur sie - stellen dieses Schweigen der sonst rührigen Propaganda im "Lisa"-Fall und bei der Verbreitung auch krudester Fakes, wie der Story vom "gekreuzigten Knaben", gegenüber und fragt nach dem Grund.

Ansonsten erinnert die Debatte an vergleichbare Debatten nach den Ereignissen von Köln.

Mittlerweile erscheint übrigens gesichert, daß die Frau schon länger an Schizophrenie erkrankt ist und deswegen bereits in Usbekistan stationär in der Psychiatrie behandelt wurde. Auch, wenn die Geschichte jetzt schon länger zurückliegt (29.Februar), bedarf der Fall weiter der Beobachtung.

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Die Anschläge von Brüssel - 2-Klassen-Mitgefühl?

Die heutigen Anschläge in Brüssel sind entsetzlich und mit nichts zu rechtfertigen. Dem gesamten belgischen Volk muß unsere Solidarität und unser Mitgefühl gelten und wir trauern mit den Angehörigen. Wie anlässlich der Anschläge von Paris. Nach den Anschlägen von Paris zeigte die gesamte Welt ihre Solidarität, und das wird sie sicherlich jetzt auch wieder tun. In den Sozialen Netzwerken sind, genau wie im letzten Jahr,  Vorschläge für Profilbilder und Header aufgetaucht, und es können die bislang bei vielen noch immer auf den Timelines von Facebook und Twitter vorhandenen Frankreich-Bekundungen gegen solche für Belgien ausgetauscht werden. Doch es gab - auch unlängst weitere Anschläge - doch deren Opfer wurde weit weniger gedacht - sogar wenn Deutsche unter diesen Opfern waren.

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Heinsohns Theorien reloaded by Jörg Meuthen (AfD)

Heute macht der frisch gewählte Fraktions-vorsitzende der AfD im Landtag von Baden-Württemberg, Jörg Meuthen, mit einem Interview von sich reden, in dem er im Endergebnis Alleinerziehende Frauen, die ohnehin in Deutschland das höchste Armutsrisiko tragen, mit ihren Kindern zur Verelendung frei. Das ist alter Wein in nicht mal neuen Schläuchen. Dafür hat Gunnar Heinsohn 2010 eine Menge Strafanzeigen kassiert. Meuthen, der in der Presse schon als gemäßigt dargestellt wurde, hat sich damit dort positioniert, wo Gunnar Heinsohn schon länger ist: ganz weit rechtsaussen. Anlass für mich, meinen dreiteiligen Artikel von 2010 nochmal zu überarbeiten und wiederum in drei Teilen zu veröffentlichen.

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AFD - was uns droht... Teil 1

Im Oktober 2010 hatten mein guter Freund Huib Riethof und ich uns aus aktuellem Anlass mit den Parlamentswahlen in den Niederlanden beschäftigt. Diese Neuwahlen führten im Endergebnis zu einer von der Wilders-Partei (PVV) tolerierten Minderheitsregierung aus der "rechtsliberalen" VVD und den Christdemokraten (CDA). 2012 wurde eine weitere Neuwahl fällig. Der Stimmanteil der Wilders-Partei - die die Neuwahl durch Ihren Rückzug provoziert hatte, sank wieder deutlich - doch das Land hatte sich verändert. Genau das haben wir in Deutschland zu erwarten. Und genau wie in den Niederlanden werden die Volksparteien einen hohen Preis bezahlen.

 

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Wie die "Operation Lisa" scheiterte - Teil 1

Autor: Nikolai Klimeniuk 19. 02 2016

 "Das Scheitern einer unlängst in Deutschland geführten russischen Propagandakampagne  zeigt uns, daß die Kreml-Strategen weder das Land, noch seine beträchtliche Russischsprachige Bevölkerung kennen."

Der erste Teil, den ich bislang übersetzt habe, beschäftigt sich mit dem Scheitern der "Operation Lisa", der zweite Teil mit der Russlanddeutschen/Deutschrussischen Community.

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Nadia Sawtschenko - anstatt eines Schlussworts

Der Charkiwer fb-user Artem Velichko und die Internetseite bunews.ua haben das Schlusswort der ukrainischen Kampfpilotin Nadia Sawtschenko veröffentlicht. Oberleutnant Sawtschenko war 2014 bei einem Rettungseinsatz gekidnapped und nach Russland verschleppt worden. Dort wurde sie in einer inszenierten Prozessfarce der Beihilfe zum Mord an zwei russischen Journalisten und des illegalen Grenzübertritts (sic!) angeklagt. Der Prozess soll bald  abgeschlossen werden, wird allerdings zunächst am 9. März weitergeführt. . Hier ist das, was sie während des Prozesses gesagt hat. Artem schreibt in seiner Einleitung: "... Jeder Satz ist eine Meisterleistung. Ihre ernste Warnung, sich an den Beginn des 2. Weltkriegs zu erinnern, sollten Europas Politiker ernst nehmen".

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Clausnitz - etwas läuft schief im Osten ...

Wenn man sich anschaut, wie es im Osten wieder rundgeht, kommt man nicht umhin, festzustellen, daß Deutschland dort ein massives Problem hat. Etwas ist ganz massiv schiefgelaufen. Jürgen Roth schreibt dazu:

"Rechtsradikalismus und Rechtspopulismus, geduldet wenn nicht sogar gefördert von der Regierungspartei CDU, sie sind, auch wenn man es nicht wahrhaben will, das gesellschaftliche und kulturelle Markenzeichen von Sachsen... 

... Dieses Sachsen ist nach Überzeugung des Berliner Historikers Wolfgang Wippermann das „rechtskonservativste und unfreieste Bundesland der Republik“. Bereits vor einigen Jahren schrieb Der Spiegel:

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24. Dezember 1942 - Weihnachten in Stalingrad

"Haltet aus, der Führer holt Euch raus," damit hatten die in Stalingrad eingekesselten Soldaten ertragen, daß ihnen der Ausbruch aus dem Kessel verboten worden war.

Und als sie in der Ferne die Gefechtsgeräusche des Entlastungangriffs der Panzergruppe Hoth hörten, vertrauten sie - ein letztes Mal - der Weisheit des "Größten Feldherrn aller Zeiten" und dem militärischen Genie des völlig überschätzten Generalfeldmarschalls Manstein, der nach dem Krieg von "verlorenen Siegen" schwadronierte. Einen anderen verdienten Truppenführer, General Walther von Seydlitz-Kurzbach brachte diese Tragödie dazu, mit dem Regime zu brechen.

Vergeblich:  "pünktlich zum Heiligen Abend" verstummten, wegen Treibstoffmangel, die Gefechtsgeräusche der Panzergruppe Hoth, die sie hatte retten sollen und ihnen allen wurde klar, daß sie verloren waren. Da wollte ein Pfarrer und Truppenarzt sie mit einer Zeichnung trösten und schuf eine Friedensikone: die Madonna von Stalingrad.

 

Bildnachweis: Lutherisches Verlagshaus

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21. Dezember 1949 - Josef Stalin wird 70

Josef Stalin wird 70 und die ganze sozialistische Welt gratuliert. Es kommen auch viele nach Moskau, die sich später mit der Sowjetunion entzweien werden, so auch Mao Tse-tung. Der Geburtstag wird als Massenereignis gefeiert. Auch aus dem Westen treffen Glückwünsche und Geschenke ein.

Die Gefolgschaft feiert ein wenig auch sich selber.

Kulturwissenschaftler und Historiker sehen in den Events den definitiven Beginn des Personenkults um ihn. Alle Delegationen kamen mit Geschenken, so die polnische Delegation mit einem riesigen Porzellanteller. Der Stalinkult sollte noch wesentlich weiter geführt werden. Man  nahm den Geburtstag zum Anlass, die Umbenennung von Straßen, Städten und Gebirgen zu planen, genauso wie die Massenproduktion von Stalin-Büsten.  

Bildnachweis: eigenes Archiv. Stalin-Totenmaske, Stalin-Museum Gori

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Betteln ein Menschenrecht? Von wegen...

Ich hatte mir schon länger überlegt, diesen Artikel, den ich vor mehr als 20 Jahren für eine mittlerweile eingestellte muslimische Zeitschrift geschrieben hatte, nochmal zu veröffentlichen. In der Fußgängerzone von Braunschweig habe ich den obdachlosen gebürtigen Kölner Rolf interviewt, eine Freundin hat die Bilder gemacht. Gegenüber 1997 hat sich die Situation noch verschlimmert. Die Ausgrenzung durch - nicht nur - die Verschärfung von Hartz 4 wird noch mehr Menschen in die Obdachlosigkeit und aus der staatlichen Fürsorge treiben, und sie somit privaten Initiativen überantworten.Und jetzt kommen diese Menschen zu unerwarteten Ehren: als Wurfgeschosse gegen die Flüchtlinge; mittels eines "...hach, auch bei uns gibt es so viel Elend..." entdecken plötzlich auch die ihr Herz für die Obdachlosen, die ansonsten seit Jahrzehnten angewidert an ihnen vorbeigehen. Diese Menschen sind schon seit Jahren aus der staatlichen Fürsorge gefallen und auf private Initiativen angewiesen.

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Verbale Abrüstung tut not - Martin Schulz hat überzogen

Ganz offensichtlich wird jetzt alles mit allem verknüpft: haust Du mich wegen der Flüchtlinge, haue ich Dich wegen der Gasturbinen in Krasnodar. Und heute schießt Martin Schulz den Vogel ab und mischt sich aus meiner Sicht ganz krass in interne polnische Angelegenheiten ein. Es geht um die Kontrolle der neuen, im Ausland als nationalpopulistisch empfundenen Regierung über das Verfassungsgericht. Dagegen und dafür sind am Wochenende zehntausende Polen auf die Straße gegangen. Zu diesem Thema hat Schulz heute einen dermaßen krassen Kommentar abgelassen, daß die polnische Regierungschefin eine Entschuldigung fordert. Und wer, sekundiert von Luxemburgs Aussenminister Asselborn mit so schwerem Geschütz wie "Vertragsverletzung" auftrumpft, sollte sicher sein, sich selbst tadellos zu verhalten. Die Siemens-Turbinen hängen besonders den Polen sehr quer im Hals.

Natürlich wird Schulz bei so einem Auftritt nicht als Präsident des Europäischen Parlaments wahrgenommen, sondern als - na? Ja, richtig, als Deutscher, und das auch in Medien im europäischen Ausland. Die Kanzlerin sollte dringend ein Machtwort sprechen. Das Folgende schreibt die französischsprachige Zeitung lalibre.be:

Bildnachweis: Laurent Dubrule/Reuters

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Was die Anderen schreiben - Anne Applebaum über das dysfunktionale Europa

QuelleIch gebe ja zu, daß ich mittlerweile pessimistisch bin, was die Zukunft Europas und die der europäischen Idee betrifft. Ich denke, daß von den EU-Mitgliedsländern niemand mehr einen Pfifferling auf die Idee vom vereinten Europa gibt, sondern nur noch sieht, selber auf seine Kosten zu kommen. Europa hat - bisher noch - an einem seidenen Faden gehangen, der Achse Berlin-Paris, doch mit dem deutlichen Sieg des Front National ist dieser seidene Faden gerissen, auch wenn man am vergangenen Freitag noch versucht hat, ihn mit der Zustimmung zum Kampfeinsatz der Bundeswehr in Syrien zu festigen. Damit noch mal jedem und jeder klar wird, was Europa hätte sein können, und aus meiner Sicht definitiv nicht - mehr - ist, übersetze ich jetzt mal einiges an Artikeln und bringe auch einiges von mir. - Wir werden in Zukunft mit einem Europa der unvereinbaren nationalstaatlichen Egoismen leben müssen. Es geht zurück in die dreissiger Jahre. Ich wäre froh, es gelänge jemandem, mich ins Unrecht zu setzen. Ich beginne mit einem Artikel von Anne Applebaum.

 

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4. Dezember 2012 - Weiße-Rose-Mitglied Susanne Zeller- Hirzel verstorben

Susanne Zeller-Hirzel, (* 7. August 1921 in Untersteinbach ), peripheres Mitglied der „Weißen Rose“, und, am Lebensende, Aushängeschild der Rechtspopulisten, verstirbt im Alter von 91 Jahren in Stuttgart im Krankenhaus.


Die Vereinnahmung von Zeller-Hirzel durch die "islamkritischen" Agitatoren, wie Robert Spencer, PI und Michael Stürzenberger als Kronzeugin für den angeblichen essentiell islamischen Faschismus. Bis man anfing, bei "asyl-" und "Islamkritischen" Demonstrationen und Spaziergängen dann regelmäßig die Wirmer-Flagge mitzuschleppen, war die Vereinnahmung von Zeller-Hirzel das prägnanteste Beispiel für den Mißbrauch der Traditionen des deutschen Widerstands für die Zwecke der Islamfeinde.

Bildnachweis: europenews.dk Das Bild zeigt Zeller-Hirzel mit dem bekannten "Islamkritiker" Robert Spencer, dem, zusammen mit seiner Mitstreiterin, Pamela Geller, 2013 wegen Hassreden die Einreise nach Großbritannien verwehrt wurde.

 

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3. Dezember 1949: DDR schickt Chirurgie-Ikone Sauerbruch in den Ruhestand

Der weltberühmte Chirurg Prof. Ferdinand Sauerbruch, * 3. Juli 1875 in Barmen ; † 2. Juli 1951 in Berlin tritt – auf äusseren Druck - von seinem Posten als Direktor der I. Chirurgischen Klinik der Berliner, mittlerweile Ost-Berliner, Charité zurück. Seine zunehmende „Gehirnsklerose“ (Jürgen Thorwald) hatte nicht nur zum Verlust seiner Einsichtsfähigkeit, sondern auch zu gravierenden Operations-“Unfällen“ geführt, die die Patienten zumeist nicht überlebten, was jedoch – zu – lange vertuscht worden war, da er als Aushängeschild für die Wissenschaftsentwicklung der jungen DDR gebraucht wurde.

 

Bildnachweis: „Sauerbruch-Visite-1943“, wikimedia commons. Unter dem Kittel ist die Uniform eines Generalarztes der Wehrmacht sichtbar.

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1. Dezember 1944 - die 86 jüdischen Toten von Straßburg

Das Elsass wird von  alliierten Truppen zurückerobert. Französische Truppen ziehen in die zerstörte Stadt Straßburg ein. Im anatomischen Institut finden sie die Leichen von 86 Männern und Frauen, alle mit Schusswunden, die Männer waren beschnitten. 

Der in Polen geborene Psychiater Charles Mager beschreibt in einem von Le Monde Diplomatique 1993 veröffentlichten Artikel über seinen Eindruck als Erstsemester im sog. „Präparierkurs“, die Leiche, der er zugeteilt war, sei mit „tiefen, blauen Flecken“ übersät gewesen, die meisten Leichen hätten Schusswunden aufgewiesen.

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29. 11. 2001: die Photographin Eva Sandberg-Hsiao stirbt in Beijing


 

 

Eine Frau, die aus meiner Sicht zu Unrecht vergessen war, und deren Autobiographie zur Zeit bei Amazon verramscht wird: die Deutsch-Jüdische Fotografin Eva Hsiao, die am 29. November 2001 im Alter von 90 Jahren starb. Allerdings wurden mittlerweile ihre zwischen 1949 und 1959 entstandenen Werke veröffentlicht.

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