Das Blutwurst-Mezzoforte

Wenn ich lese, was für ein Gedöns um das Catering bei der letzen "Deutschen Islamkonferenz" um die Blutwurst auf dem Büffet gemacht wurde, kann ich eigentlich nur mit dem Kopf schütteln. Für mich nur ein weiterer Beleg dafür, was für eine Kasperveranstaltung diese Konferenz doch eigentlich ist. Dieses Stürmchen passt jedenfalls wunderbar dazu. Jemand, der nicht mal in der Lage ist, ein solches Catering zu organisieren. sollte die Finger von solchen "Konferenzen" lassen. Ich berichte mal, wie ich das aus gegebenem Anlass geregelt habe. Mit gutem Willen geht es nämlich. Auch mit Schwein.

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Mein Weg nach Mekka - Teil 3

Meine erste Assistentenstelle bekam ich an einer vom Orden der Franziskanerinnen von Salzkotten geführten Klinik. Obwohl ich eigentlich mit der katholischen Kirche abgeschlossen hatte, war ich schlicht zu bequem, aus der Kirche auszutreten. Erstens hätte das Ärger mit meinen Eltern bedeutet, die trotz allem, was ihnen widerfahren war, nie aus der Kirche ausgetreten waren, zweitens musste man, bei der  Stellensuche in konfessionellen Häusern, damals nachweisen, daß man irgendeine Religion hatte, wenn schon ein "vd" (=keine Kirchensteuer) auf der Steuerkarte stand.

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27. November 1095: "Deus lo vult" - Papst Urban II. ruft den 1. Kreuzzug aus

Papst Urban II ruft am 27. November 1095, anlässlich einer Synode in der französischen Stadt Clermont den 1. Kreuzzug aus: „Deus lo vult – Gott will es.“ 400 Jahre muslimische Herrschaft über Jerusalem sollen beendet werden. Für dieses fromme Werk wird das Blut von Muslimen und Juden großzügig vergossen.

Dieser angeblich zur Befreiung des Heiligen Landes ausgerufene Kriegszug ist der erste von insgesamt sieben Kriegszügen. Er soll soll Jerusalem und das Heilige Grab aus den Händen der türkischen Seldschuken befreien. Wesentlich war allerdings das Bestreben Urbans, die von seinem Vorgänger, Gregor VII. angestoßene Kirchenreform mit dem Kampf gegen „Simonie“ (Ämterkauf), Konkubinat/Priesterehe fortzufahren, zumal mit Clemens III weiterhin ein Gegenpapst im Amt war und die Kirche gespalten.

Urban kam damit einer Bitte des byzantinischen Kaisers Alexios I. Kommenos, trotz gescheiterter Verhandlungen über die Überwindung des Schismas zwischen Ost- und Westkirche nach. Für die Kriegsherren und ihr Fußvolk lobte Urban die Vergebung aller Sünden aus.

Bildnachweis: www.heiligenlexikon.de

 

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On the Road to Mecca -Part 2

I started atteending high school in 1964, and at that time I was not at all attached to religion. After 1964 came 1968 and I quitted religious education - much to the dismay of my parents. Our teachers were not pleased either. My homeroom supervisor suggested that we - at that time our school was a girls 'gymnasium - would use the free hour to either hang out in the ice cream parlor smoking a cigarette or meet with the students at the boys' Gymnasium. Yes exactly. But then we started dealing with the Thirty Years' War.

 

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Mein Weg nach Mekka - Teil 2

1964 kam ich aufs Gymnasium, und zu dieser Zeit hatte ich mit Religion so garnichts am Hut. Nach 1964 kam 1968 und da trat ich erstmal aus dem Religionsunterricht aus - sehr zum Entsetzen meiner Eltern. Auch unsere Lehrer waren nicht erfreut. Meine Klassenlehrerin vermutete, daß wir - damals war unsere Schule ein reines Mädchengymnasium - die frei gewordene Stunde nutzen würden, um entweder zigaretterauchend im Eiscafé abzuhängen oder uns mit den Schülern des Jungengymnasiums zu treffen. Ja genau. Doch dann beschäftigen wir uns mit dem 30-jährigen Krieg.

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On the Road to Mecca - Part 1

In a previous blog entry I reported how the relationship with a man from Eritrea kept me for ten years at a lasting distance from everything that had to do with Islam. How I eventually became a Muslim,   is a longer story - sometimes bizarre, but actually logical. After being repeatedly asked why and how I became a Muslim, I want share my story with you - it takes a bit longer, but hopefully it will be entertaining and hopefully it will help to dissolve a lot of prejudices. It started as a Catholic ...

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Mein Weg nach Mekka - Teil 1

In einen vorhergehenden Blogeintrag habe ich berichtet, wie mich die Beziehung zu einem Mann aus Eritrea 10 Jahre nachhaltig von allem auf Abstand hielt, was mit dem Islam zu tun hatte. Wie ich dennoch zum Islam fand, ist eine längere Geschichte - manchmal bizarr, aber eigentlich folgerichtig. Nachdem ich schon mehrfach gefragt wurde, wieso und wie ich denn Muslima geworden bin, will ich das mal berichten - es dauert etwas länger, aber hoffentlich ist es unterhaltsam und hoffentlich hilft es, einiges an Vorurteilen u aufzulösen. Es fing katholisch an....

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Den muslimischen Frauen gehört die Zukunft - Teil 2

Auf den ersten Teil meiner Übersetzung

von Rajaes Artikel wurde auf meiner Autorenseite, hm, leider nur typisch "islamkritisch" reagiert:

 

ich wurde von AfD- und LINKEN-Anhängern mit dummen Sprüchen angemacht, und es wurde versucht, meine Seite mit den üblichen Klischees zuzumüllen, sodaß ich leider fleissig sperren musste.

 

Die traurige Pointe: diese Kommentator*innen können den Text überhaupt nicht gelesen haben, denn in diesem Teil ging es um globale, muslimische Jugendkultur.

Im zweiten Teil geht es jetzt wirklich um Frauen. Um das empowerment von muslimischen Frauen nicht nur in der westlichen Welt. Versprochen.

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Neues von der Kopftuchfront - Teil 5: Zählkandidatin mit Kopftuch tritt gegen Putin an

Quellen: 

Saphirnews, 2. Januar 2018, Hanan Ben Rhouma,

Deutschlandfunk Kultur vom 18.8.2016,

tesheshi.com (albanisch),

weitere Internet-Quellen, die sie zum Teil abfeieren, während andere doch kritisch sind.

Gamzatowa, Ehefrau des obersten Mufti von Dagestan, Hadschi Ahmad Magomedowitsch Abdulajew scheint genauso eine Kandidaten-Kunstfigur zu sein wie Xenia Sobtschak, Millionärin, It-Girl und Putins Patenkind und alle anderen, Kreml-genehmen Kandidaten-Dummies. Sie ist Multifunktionärin und scheint fest in das System Putin eingebunden. Wer ist sie?

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Den muslimischen Frauen gehört die Zukunft - Teil 1

The Muslim 500/2018, von Rajae el-Mohandiz

Jedes Jahr ermittelt der jordanische Prince-Ghazi-Trust via Internet-Abstimmung die 500 in unterschiedlichen Feldern tätigen, einflussreichsten Muslim*innen. Die niederländisch-marokkanisch-algerische Musikerin Rajae El-Mouhandiz wurde 2009 zum ersten Mal und seitdem jedes Jahr wieder in die Liste aufgenommen und hat den folgenden Aufsatz über den Einfluss muslimischer Frauen geschrieben. Rajae El-Mouhandiz ist Dichterin, Sängerin, Komponistin, Produzentin und Gründerin des Plattenlabels Truthseeker Records. Zunächst war sie die erste Marokkanerin, die an einem niederländischen Konservatorium studierte, das sie dann jedoch verließ, um ihren eigenen künstlerischen Weg zu gehen, der ihre kulturellen Wurzeln einschließen sollte. Sie ist auch eine der 60 Kuratorinnen der internationalen Ausstellung MUSLIMA und hat die niederländische Ausgabe der "Hijabi Monologues" produziert. Eines ihrer schönsten Musikstücke habe ich weiter unten eingebunden.

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Neues von der Kopftuchfront - Teil 3

Wie Marine Le Pen erfolgreich Kopftuchgedöns inszenierte, und alle, mehr oder weniger, auf die Leimrute krochen. Wieder mal.

Frau LePen führt nämlich mittlerweile stabil in den Umfragen zur französischen Präsidentschaftswahl, zumindest, was den ersten Wahlgang betrifft. Und seit ihrem No-Kopftuch-Stunt letzte Woche, übeer den sogar linke Medien mit einem gewissen Wohlwollen berichten. Im Browser ist sogar zu lesen, sie habe den "Schleier" verweigert, das wurde aber dann wohl korrigiert. Einer hat das vom Anderen abgeschrieben..

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Neues von der Kopftuchfront - Teil 2. Leimrute Burka

Seit die CDU - um gegenüber der AFD Boden gut zu machen - die Debatte über das angeblich so notwendige Verbot der "Burka" losgetreten hat, kocht nicht nur das Netz: jedeR, ob Ahnung oder nicht, muss sich zu Wort melden und seine Meinung zum Thema in die Gegend pusten und auf den Ablenkungsdiskurs einsteigen.

 

Zu hinterfragen ist für mich, wieso die Leute - viele von ihnen verstehen sich explizit als Linke! - auf gerade dieses Thema mit so viel emotionaler Verve einsteigen...

 

Aktuell wird sich an das angebliche Verbot in Marokko geklammert - ohne daß man weiss, was da eigentlich verboten wurde.

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Schwestern-Umra nach Saudi-Arabien - Teil 1

Vom 26. Dezember bis zum 9. Januar war ich wieder in Saudi-Arabien, auf umra, der Kleinen Pilgerfahrt, die dem Gläubigen weniger abverlangt als die Große Pilgerfahrt, die Hadsch.

Was ich dabei erlebt habe, berichte ich in  mehreren Folgen.

Vielleicht gelingt es mir ja, den herumwabernden orientalistisch (im Sinne Edward Saids)-kulturalistischen Memes, die gerade aktuell zu Hauf wieder durch Medien und Netz geistern, etwas entgegenzusetzen.Ich will mich nicht als Saudi-Arabien-Expertin aufblasen, die ich nicht bin - es geht um meine persönlichen Erfahrungen und die Schlüsse, die ich daraus ziehe.

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Traumatisiert: Die Attentäter von Fort Hood, München, Würzburg und Ansbach

Damit wir uns recht verstehen: ich möchte die Attentäter nicht verteidigen und auch niemanden einen Vorwurf machen: doch ich fürchte, beim "handling" nicht nur von Muhammad D. sind einige tragische Fehler passiert, aus denen man dringend lernen muss, damit sie sich nicht wiederholen. Schuldzuweisungen bringen hier überhaupt nichts.

Ich mache hier einige Vorschläge...

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Morgen hat Diam's Geburtstag

Morgen wird die ehemalige französische Rapperin Mélanie Géorgiades, Künstler- name Diam's, 36 Jahre alt.

Diam's war lange der einzige weibliche Star der französischen Rap-Szene und wurde mit ihrer Konversation zum Islam 2008 zur Projektionsfigur antiislamischer Ressenti- ments und Kampagnen.

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Pressemitteilung: Die Union der Moscheen Frankreichsverurteilt diesen feigen und verabscheungswürdigen Anschlag ohne Wenn und Aber

Pressemitteilung der Union der Moscheen Frankreichs, 15.07.2016

Die Union der Moscheen Frankreichs, UMF, verurteilt den feigen und verabscheuungswürdigen Anschlag aufs Schärfste, der in der Nacht des 14. Juli 2016, dem Nationalfeiertag, auf der Promenade des Anglais verübt wurde und der mehr als 84 Todesopfer, darunter viele Kinder forderte. Weiter wurden Dutzende verletzt, zwanzig von ihnen befinden sich in einem absolut kritischen Zustand.

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Während des Ramadan in Samarkand- Teil 6

Danach gehe ich erst einmal zum Basar. Unterwegs fällt mir auf, daß recht viele Garküchen in Betrieb sind und auch frequentiert  werden. Im Angebot reichlich Westliches,  und auch ein 96 (!) - prozentiger Schnaps, spirrit, wird reichlich angeboten. Doch wer bin ich, mich darüber zu mokieren!

 

 

Am Eingang des Basars steht wieder ein Beter. Jeder, den er, ohne sein Gebet zu unterbrechen, durchdringend anschaut, läuft zu ihm und gibt ihm etwas.

 

Mit der Bettelei bin ich inzwischen versöhnt, denn es fällt mir auf, daß, mit Ausnahme des recht jungen „Stoßtrupps“ vor der Nekropole meistens alte Menschen versuchen, auf diese Weise zu etwas Geld zu kommen. Möglich, daß es für sie eine Frage der Würde ist, daß sie für das Almosen auch immer etwas geben.

 

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Während des Ramadan in Samarkand- Teil 5

Schon wieder fast die ganze Nacht nicht geschlafen, denn der Kampfhund heulte und bellte bis mindesten morgens um 3:30 Uhr. Morgens pünktlich zu suhur (Frühstück) und fadjr aufgestanden. Father John hatte am Vortag schon die Fahrt zur Hodja Zudmurod - Moschee, der Samarkander Zentralmoschee organisiert.

 

Als ich dort um 6:30 Uhr eintreffe, ist noch stockfinstere Nacht. Ich hatte schon vorher festgestellt, daß die hiesigen Gebetszeiten sich doch ganz erheblich von den in Deutschland mittels Computer ermittelten unterscheiden. Ich hoffe, dort den Imam Katib zu treffen. Es scheint dort gerade das Frühgebet stattzufinden, denn einige Männer haben sich draußen, im „Sommerteil“ aufgestellt. Ich stelle mich also in gebührender Entfernung von den Männern auf verrichte das Gebet, das ich für das Frühgebet halte, also noch einmal als „Schuldgebet“, als Ersatz für ein anderes, das ich irgendwann einmal versäumt habe. Eigentlich hätte ich erwartet, daß die Zentralmoschee von Samarkand im Ramadan voller ist...

 

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Während des Ramadan in Samarkand -Teil 4

Als wir am Eingang zur Nekropole unseren Obulus bezahlen, will ein freundlicher Mann wissen, ob ich aus Deutschland komme. Die positive Antwort erfreut ihn sehr. Er sei zwei Tage zuvor von einer Besuchsreise aus Deutschland zurückgekommen.

Er ist einer der beiden, die am Eingang als Du’a-Beter oder Koran-Rezitator wirken, bei denen man ein Du’a oder eine Koran-Rezitation gegen eine Spende bestellen kann.

 

Das für die Gebete eingenommene Geld wird überall offenbar für die Renovierung und/oder Erhaltung religiöser Bauwerke verwandt, und es scheint mir usbekische Tradition zu sein, einem Beter immer sadaqa (Almosen) zu geben, weil man sich offenbar von den Gebeten dann mehr Kraft verspricht.

Man setzt sich während der Rezitation oder des Gebetes daneben, hört entweder zu oder betet mit nach oben geöffneten Händen mit. Außerdem ist es offenbar adab, d.h. gute Sitte, daß, während eines Gebetes jeder stehenbleibt und die Hände erhebt.

 

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Während des Ramadan in Samarkand - Teil 3

Nach dem suhur (Fastenbrechen) und fajr (Morgengebet) lege ich mich morgens zunächst wieder hin. Father John hatte mich freundlicherweise geweckt. Um 1100 Uhr stehe ich dann endgültig auf.

Der Abend zuvor war noch reichlich unangenehm gewesen: ab Einbruch der Dunkelheit wacht auf dem Hof ein „geleaster“, riesiger, usbekischer Wolfshund, der „hauptberuflich“ als Kampfhund eingesetzt wird. Tagsüber wird er von seinem Besitzer trainiert und am Wochenende kämpft er. Die ganze Zeit ist mir die Vorstellung im Kopf herumgekreist, daß das Tier im Prinzip bei jedem seiner Kämpfe zu Tode kommen kann. Der Hund schien sich da auch so seine Gedanken zu machen, denn er bellte und heulte die ganze Nacht. Das Tier ist riesig, so eine Art Wolfshund, dem man jedoch, damit sich kein Gegner festbeißen kann, Schwanz und die kompletten Ohren amputiert hat. Da der Hund wirklich fast die ganze Nacht auf dem Hof verrückt gespielt hatte, war ich fast nicht zum Schlafen gekommen.

 

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Während des Ramadan in Samarkand - Teil 2

Mein erster Weg führte mich zum Registan. Das berühmte Ensemble aus den drei Medressen ist in jedem Reiseführer zu besichtigen, ich habe mich lieber auf die Einzelheiten konzentriert.

 

1998 war man gerade dabei, das Ensemble, das über die Jahre nicht nur durch Fehler in den Wasserleitungen, sondern auch durch Fehler der sowjetischen Restauratoren schwer gelitten hatte, wieder neu zu restaurieren, oft auch nicht zu dessen Bestem.

 

 

„Plötzlich sahen wir bemalte Minarette, die in einem blauen Licht erzitterten, das unter die Haut ging und große Kuppeln von einem Blau, gleich dem Blau des Mantels der heiligen Jungfrau, die zusammen mit den mächtigen Gebäuden das Gewicht des Himmels schulterten, mitten unter leuchtend grünen Bäumen und Gartenanlagen.“

Laurens van der Post, Journey into Russia, 1964

 

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Während des Ramadan in Samarkand - Teil 1

Im Januar 1998 bin ich auf eigene Faust - allerdings mit Hilfe eines Kameraden und seiner Familie über Moskau nach Usbekistan gereist. ich habe einiges an Material für ein Buch gesammelt, das auch noch auf meiner ToDo-Liste steht. Im Ramadan war ich in Samarkand.

Nachdem ich mich in Taschkent mit meiner russischen Dolmetscherin und deren Familie angefreundet hatte, bin ich von Taschkent mit dem Bus nach Samarkand weitergereist.

Darüber zu berichten ist passend für den am Montag beginnenden Ramadan.

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Empfehlung 1162 (1991) der parlamentarischen Versammlung des Europarats über den Beitrag der Islamischen Zivilisation zur Europäischen Kultur

Der Europarat ist eine zwischenstaatliche politische Organisation. Ziel des Europarats ist es, die Zusammenarbeit auf politischem, wirtschaftlichem, sozialem, kulturellem und wissenschaftlichem Gebiet zu stärken, auf den Schutz und die Wahrung der Menschenrechte zu achten und so die Entwicklung seiner Mitgliedstaaten zu fördern.

Als Organe des Europarates wurden das MinisterInnenkomitee, die Beratende Versammlung (heute Parlamentarische Versammlung) sowie das Generalsekretariat mit Sitz in Straßburg eingerichtet. 1991 veröffentlichte er, nachdem eine Erklärung über den Beitrag der Juden zur europäischen Kultur und Zivilisation bereits veröffentlicht hatte, eine ebensolche zum Beitrag des Islam.

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Kein Muslim hat je den Terror verurteilt

Schon 2008 hatte ich andernorts gegen das Dauermantra, daß kein Muslim je den Terror verurteilt hätte etwas geschrieben. Diese Behauptung war schon 2001, unmittelbar nach nine-eleven nicht wahr, 2008 nicht, 2016 nicht. Es wird von Muslimen, die keinerlei Einfluss auf die Terroristen haben, der "Aufstand der Anständigen" erwartet, und daß sie sich "endlich mal gegen den Terror positionieren" ... "und endlich mal eine Fatwa". Nun, all das ist längst geschehen, was viele jedoch nicht davon abhält, immer noch die Gebetsmühle zu drehen.

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Minarettverbot in Deutschland? - Die Salafisten wirds freuen...

Zwar hat, so Correctiv, die AfD mittlerweile einige Punkte aus ihrem Wahlprogramm gestrichen, doch die z.B. aus der Schweiz abgepinnte Forderung nach Minarett- und Gebetsruf hat sie beibehalten. Erstaunlich, wo sie doch mit Thomas Tillschneider einen Islamwissenschaftler in Ihren Reihen hat, über den im Internet zu lesen ist:

 

"Tillschneider ist Gründer des „Arbeitskreises Islam“ und Mitglied der Patriotischen Plattform in der AfD. Er nimmt regelmäßig an den Montagsdemonstrationen des Protestbündnisses Patriotische Europäer gegen die Islamisierung des Abendlandes kurz PEGIDA teil." Ausserdem soll er LEGIDA beraten. Was dran ist, kann ich natürlich nicht beurteilen und deswegen distanziere mich vorsichtshalber von allem, was evtl.so nicht stehenbleiben kann.

Aber zurück zu dem, was die Salafisten freuen muss: das Verbot von Minarett und Muezzinruf.

 

Bildnachweis: Haram-Moschee in Mekka, eigenes Archiv

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Pressemitteilung der französischen Migrantenpartei "PIR" - Partei der Eingeborenen der Republik

P.I.R. ist eine linke, antirassistische Migrantenpartei, le "Parti des Indigènes de la République" die sich oft profiliert in die französischen  politischen Debatten einmischt. "Der PIR bietet einen autonomen Organisationsrahmen für alle die die sich gegen die rassistischen Ungleichheiten wenden, die dieSchwarzen, die Araber und die Muslime auf einen Status beschränken, der dem der Eingeborenen in  den ehemaligen Kolonien entspricht: politische Marginalisierung, Stigmatisierung unserer Kulturen und Religionen (besonders durch die Medien), polizeiliche Brutalität bei durch die Hautfarbe motivierten Kontrollen, Diskriminierung bei der Arbeit und von Vermietern, in der Schule. Unterdrückung der Einwanderer und der Bewohner der Migrantenviertel."


Der Grundansatz des P.I.R. ist mithin, daß die Situation der heute in Frankreich ansässigen Migr.ant*innen sich nicht wesentlich von der der "eingewanderten Eltern" und der "kolonisierten Vorfahren" unterscheidert. Sie sind weiter "Eingeborene" der französischen Republik.

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02. November 2004 - Theo van Gogh ermordet

Der Filmregisseur Theo van Gogh, ein Großneffe des Malers Vincent van Gogh, wird auf offener Straße von einem marokkanischstämmigen Jugendlichen erstochen.

1995 steht van Gogh wegen seiner antisemitischen Äusserungen im Mittelpunkt einer Kontroverse.

„Es ist kein Zweifel mehr möglich.Theo van Gogh ist ein Antisemit, und nicht nur einfach so, sondern er ist ein Antisemit der ordinärsten Sorte. Er setzt in seinem pubertären Schreibstil immer wieder alle Klischees über Juden in immer wieder anderen Worten ein ... er ist und bleibt ein Antisemit reinsten Wassers. Wenn Theo van Gogh kein Antisemit ist, gibt es keinen Antisemitismus mehr und wir können das Wort aus unserem Wörterbuch streichen."

 

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Syrien - ich bin nicht überrascht

Die heutigen russischen Luftangriffe auf die syrische Opposition - und eben nicht - auf den IS konnten nicht überraschen und haben hoffentlich die Gabriels, Steinmeiers, und wie sie alle heissen mögen, auf den Boden der Tatsachen zurückgeholt.

 

Eine Allianz mit Putin zum Kampf gegen den IS kann und wird es nicht geben - denn Putin hatte nie vor, gegen den IS zu kämpfen.

 

Stattdessen hatte er für den Westen eine Falle vorbereitet - und scheint jetzt selber in diese Falle zu tappen.

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Saudi-Arabien 2009 - Teil 3: Sklaven, Trompeten und Kardinal Frings

Im dritten Teil berichte ich über noch weitere Dinge, die mir aufgefallen sind und über die Schlüsse, die ich daraus gezogen habe: von der "Religionspolizei", den Sicherheitskräften, meinen Mitreisenden und was das alles mit Josef Kardinal Frings zu tun hat.

 

Das Bild zeigt eines der über dreissig Tore der Prophetenmoschee von Medina, die vor wenigen Jahren erbaut wurde und bei der tonnenweise Gold und lauter - ich glaube - italienischer Marmor verbaut wurde.

Über die Ordnung in und um die Moschee wacht die Religionspolizei, an den Toren meistens schwarz verhüllte Frauen, die nach meinem Eindruck dazu gehörten. Ich hatte meinen Pass, die unsäglichen Traveller-Schecks und das meiste Geld in einem Brustbeutel um den Hals, was sich unter dem Kopftuch ausbeulte. War für die Damen aber praktisch: jedesmal, wenn ich die Moschee betrat, brachte mich ein Schlag gegen den Brustbeutel zum Stehen.

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Saudi-Arabien 2009-Teil 2: Salafisten, Minarette und Mc Donalds.

Nachdem ich mir die Reaktionen auf meinen Saudi-Arabien-Artikel durchgelesen habe, denke ich, es macht Sinn, noch etwas mehr zu schreiben. Wie gesagt, es sind meine subjektiven Erfahrungen, ich bin weder Orientalistin, noch Expertin. Von letzeren gibt es schon viel zu viele. Was ich hier aufgeschrieben habe, habe ich so erlebt und bewerte es auch entsprechend.


Das nebenstehende Bild wurde in Uhud aufgenommen, für die Muslime ein wichtiger Ort. Dort wurden sie von den Quraisch aus Mekka angegriffen.


Neben mir auf dem Bild ist Rabia, eine in Deutschland lebende Marokkanerin. Mit ihr und ihrer Familie war ich auf der Reise permanent zusammen. Und das kam so:


Ich hatte beim Buchen der Reise die Auswahl zwischen einem Einzel- und einem Vierbettzimmer.




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Mekka und Medina 2009

Nach dem erneuten tragischen Ereignis, der Massenpanik mit über 700 Opfern in Mina möchte ich doch mal gegen das wieder allerorts aufploppende Halbwissen meine persönlichen Erfahrungen aus meiner Umra (kleine Pilgerfahrt) von 2009 setzen. Sicher nicht repräsentativ, aber allemal repräsentativer als das, was so manche Publikation zusammenstoppelt.

Trotz noch bestehenden erheblichen Defiziten unternimmt das Königshaus erhebliche Anstrengungen, so vielen Pilgern wie möglich jährlich die Hadsch zu ermöglichen.

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