St. Martin - Mißbrauch durch LINKE und Islamhasser

2016 wird das gesamteuropäische Gedenkjahr des Heiligen Martin gefeiert, denn er wird, auch, wenn er nicht zu den den sechs anrufbaren Schutzheiligen gehört, als gesamteuropäischer Heiliger verehrt.

2013 kam ein Mitglied der LINKEN auf den Einfall, die beliebten, traditionellen St. Martins-Umzüge abschaffen zu wollen und verschanzte sich dabei feige hinter "den Muslimen". Die Islamhasser nahmen den Ball höchst dankbar auf und es half überhaupt nichts, daß die Beliebtheit dieser Umzüge, auch bei muslimischen Kindern, betont und der Unfug abgeschmettert wurde. Der Schaden war gesetzt und der Ball von den "Islamkritikern" dankbar aufgenommen. Jetzt wird das trübe Gebräu wieder aufgewärmt und sofort auch wieder "islamkritisch" kommentiert. Angeblich ist jetzt der Leiter eines Kinder-gartens der Übeltäter.


 

Der "islamkritische" Reflex springt sofort an:

Es ist jedoch erstmal an der Zeit. an den Heiligen, der übrigens auch der Nationalheilige Frankreichs ist, zu erinnern. Ihm zu Ehren wurde der Tag der deutschen Kapitulation auf den 11. November festgesetzt.

Der Heilige Martin, *316 in Szombathély auf dem Gebiet des heutigen Ungarn, Bischof von Tours, wird in Tours begraben. Er ist, als Sohn eines römischen Offiziers, ebenfalls zum Militärdienst verpflichtet und wird mit 15 Jahren einberufen, obwohl er zu dieser Zeit – gegen den Willen seiner Eltern - bereits Katechumene ist, d. h., jemand, der sich auf die Taufe vorbereitet. Als er in Amiens stationiert ist, kommt es zur berühmten Teilung des Mantels.

Im folgenden Video wird die Geschichte erzählt.

Für die, die in ihm damit als einen Vorboten diverser „Teilen macht Spaß“- Kampagnen vereinnahmen wollen: der Mantel gehörte ihm nicht! Er war Teil seiner dienstlich gelieferten Uniform und somit Staatsbesitz, weswegen er sich danach kurz fragte, ob die Spontanaktion denn so eine gute Idee gewesen war. Nachts sei ihm dann Jesus Christus erschienen – gehüllt in den vollständigen Mantel. Das sei dann der letzte Anstoß zur Taufe gewesen.

 

In Worms erreicht er 356, im Alter von 40 Jahren, nach 25 Jahren Militärdienst seine Entlassung. Seine darauffolgenden Wirkungsstätten sind über Europa verteilt, der Schwerpunkt seines Wirkens findet sich allerdings im Westen des Frankenreichs: Trier, Worms, Gallinara, Amiens, Poitiers, Ligugé. In Ligugé gründet er das erste Kloster der westlichen Christenheit, heute die Benediktinerabtei Saint-Martin de Ligugé. Das Kloster wurde 732 von den Arabern zerstört, später wiederaufgebaut und im Hundertjährigen Krieg erneut zerstört, einhundert Jahre später wiederum aufgebaut und in der Reformation erneut beschädigt. Einer ihrer Mönche, der Pater Aimé Lambert wird 1943 vom Volksgerichtshof zum Tode verurteilt und in Wolfenbüttel hingerichtet.

 

St. Martin wird als Schutzpatron Frankreichs verehrt, gilt jedoch, wegen seiner zahlreichen Wirkungsstätten in ganz Europa, als „europäischer“ Heiliger betrachtet, obwohl er keiner der sechs anrufbaren „Schutzheiligen“ ist.

 

Ihm zu Ehren wurde vom Europäischen Rat 2005 eine Kulturroute bestimmt, die die Stätten seines Wirkens und Stätten, die ihm gewidmet sind, miteinander verbindet. Sie geht durch folgende Länder:

 

Albanien, Andorra, Österreich, Belgien, Bosnien- Herzegowina, Bulgarien, Dänemark, Die ehemalige jugoslawische Republik Mazedonien, Estland, Finnland, Frankreich, Deutschland, Griechenland, Großbritannien, , Island, Irland, Italien, Kroatien, Lettland, Liechtenstein, Litauen, Luxemburg, Malta, Moldavien, Monaco, Montenegro, Niederlande, Norwegen, Polen, Portugal, Rumänien, Serbien, Slovakei, Slowenien, Spanien, Schweden, Schweiz, Tschechien, Ukraine, Ungarn, Zypern.

 

Der Versuch eines Politikers der Linkspartei, die St. Martins-Umzüge abzuschaffen, führte 2013 lediglich zur Verstärkung antiislamischer Ressentiments, da dieser Politiker sich bei seinen antireligiösen Obsessionen ungefragt hinter den Muslimen versteckte. Genau das wird aktuell wieder aufgewärmt und von den "Islamkritikern" sicherlich dankbar aufgenommen und weiterverbreitet.

 

2016, das Jahr seines 1700sten Geburtstag ist ein ihm gewidmetes Gedenkjahr, in dem in ganz Europa seiner gedacht werden soll. Die Vorbereitungen laufen bereits auf Hochtouren.

 

 

 

 

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