Eine arabische Feministin: Königin Iffat von Saudi-Arabien (1916-2000)

Für dieses Portrait der Ehefrau von König Faisal von Saudi-Arabien habe ich mehrere Quellen herangezogen.

 Königin Iffat, mit vollem Namen, Iffat bint Muhammad bin Abdullah al-Thunayan, Witwe des ermordeten Königs Faisal, war die erste Königin der Al-Saud, die in der Öffentlichkeit auftrat, wichtige Reformen anstieß, Schulen für Mädchen und Jungen sowie eine Universität gründete,weibliche Staatsgäste empfing und Europa und die USA bereiste. Von ihrem Mann wurde sie stets unterstützt.

Der amerikanische Orientalist Joseph A. Kechichian hat über sie eine Biographie geschrieben, die er in dem unten eingebundenen Video vorstellt. Dswegen habe ich meine Übersetzung mit weiteren Informationen von ihm ergänzt. Er schreibt, sie sei eine Pionierin gewesen, die "den Träumen der saudischen Frauen Flügel verliehen" habe. Ich denke, sie ist eine Persönlichkeit, die es wert ist, daß sich auch Westler*innen mit ihr beschäftigen. Ihre Töchter und Enkelinnen, aber auch viele andere Frauen in Saudi-Arabien führen heute ihr Vermächtnis fort.

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Wenn der Osterhase am Karfreitag tanzen will

Wer dachte, der Zenit der Schwachsinns-Aufreger sei schon längst erreicht, wird in dieser Woche eines Schlechteren belehrt. ich habe ja schon mehrfach darüber geschrieben, wie irgendwelcher Blödsinn, von irgendjemandem in die Welt und dann den Muslimen auf die Rechnung gesetzt wird,  wie hier, hier und hier.

Und ich musste feststellen, daß die Karfreitagstanzerei manchen so ein Bedürfnis ist, daß sie dafür sogar in Kauf nähmen, wenn eine große Bevölkerungsgruppe wieder mit Dreck beworfen würde. Die Streiter für den Osterhasen und das Tanzen am Karfreitag haben mehr gemein als ihnen lieb sein dürfte.

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Ich, die Ärzteschwemme

Wenn man heute so viel über angeblichen oder tatsächlichen Ärztemangel liest, vergisst man, daß der eine Vorgeschichte hat: die Ärzteschwemme der 80er und 90er Jahre, in die ich seinerzeit mitten hineingeriet. Daß ich mich nach dreissig Jahren endlich aufgerafft habe,  die noch übriggebliebenen 200 Bewerbungsmappen zu vernichten, hat mich motiviert, die Moritat von einer, die auszog, um Fachärztin zu werden, mal aufzuschreiben.  Meine Geschichte ist weißgott kein Einzelfall. Liebe Patienten, wußtet ihr das?
Damals sollen zeitweise bis zu 10.000 Ärzte arbeitslos gewesen sein, was damals, nach meiner Erinnerung, die Öffentlichkeit nicht groß gekümmert hat.

Erinnert habe ich mich jetzt daran, weil ich es endlich geschafft habe, eine Umzugskiste zu öffnen, die die Reste meiner Bewerbungsunterlagen aus 1988 enthält. Damals mußte ich 1.400 Bewerbungen schreiben, um letztendlich eine Zusage zu bekommen: die von der Bundeswehr. Aber der Reihe nach.  Es wird nicht langweilig - versprochen.

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Eishockey, Bananen, Männerhintern und Triebverdrängung

Vor Jahren habe ich mehrmals etwas zum Thema "Witz und Macht" gemacht.  Quintessenz meiner Ausführungen war, daß Witze machen etwas mit Macht zu tun hat: wer - vermeintlich - die Macht hat, macht Witze, und wer - vermeintlich - keine hat, muß diese Witze ertragen: so war es in den dreissiger Jahren die Juden, über die die Witze gemacht wurden und mit denen sich die Karnevals-Prunkwagen beschäftigten.  Heute sind die Muslime, oder, mittels In-Eins-Setzung "die Türken" mit Präsident Erdogan als Symbolfigur. Diese "Witze" werden immer pornographischer und für mich trägt das Bedeutung. Die jüdische Amsterdamer Literaturwissenschaftlerin hat den "pornografischen Antisemitismus" eines Ferdinand Celine und - den bekannteren - eines Theo van Gogh schon 1995 bloßgelegt. Theo van Gogh war danach eigentlichg erledigt. Nachdem er jedoch dann zum europäischen Kulturerbe den Begriff "Ziegenficker" beisteuerte, war aller Antisemitismus  vergeben und vergessen. Mittlerweile wird der Begriff im Wesentlichen gegen den türkischen Staatspräsidenten in Stellung gebracht.

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Wegen israelischer Schauspielerin - Bloggerin 'Muslim Girl' lehnt Preis ab

Dafür habe ich kein Verständnis: die amerikanische  (mit palästinensischen und jordanischen Wurzeln) muslimische Bloggerin Amani al-Khatatbeh hat einen Preis der Kosmetikfirma Revlon abgelehnt, da die israelische Schauspielerin Gal Gadot Revlons neue Markenbotschafterin ist. Al-Khatatbeh ist in den USA recht bekannt und wurde auch schon mehrfach von CNN interviewt. Sie hat einen Mehr-Autorinnen-Blog, den sie zu einem muslimischen Frauen-Kommunikationsnetzwerk ausbauen will, und der in der englischsprachigen Welt schon als DAS englischsprachige Portal für muslimische Frauen gelabelled wird und pro Jahr einhundert Millionen Zugriffe verzeichnet. Wegen ihres Engagement wollte die Kosmetikfirma Revlon ihr ihren "Changemaker Award" verleihen, weil sie genau das verkörpert, was Rajae el-Mohandiz in ihrem Artikel beschrieb: Musliminnen, die sich ihre Präsenz in Wirtschaft, Kultur und Medien erobern.

 

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Wie der Islam eine Fatwa gegen die Kipferl erließ

Dieser Artikel von mir wurde 2013 auf dem Online-Portal der Zeitschrift INAMO (Informationsprojekt Naher und Mittlerer Osten) veröffentlicht. Ich hatte damals an einem Beispiel aufgezeigt, wie in den Medien eine gefühlte Wahrheit erschaffen und zur Realität umgedeutet wird. Und wenn es dann in vielen Medien nachlesbar ist, muss es ja stimmen. 

Genauso wurden die Rechtspopulisten von AfD und Pegida hochgeschrieben: wenn so viele über sie berichten, bis hin zu Homestories in GALA und BUNTE, und auch die SZ wusste über "dämonenhaft Schönes"zu berichten. Aber ich bleibe jetzt erstmal bei der Kipferl-Fatwa. Den Artikel aus 2013 habe ich überarbeitet.

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Den muslimischen Frauen gehört die Zukunft - Teil 2

Auf den ersten Teil meiner Übersetzung

von Rajaes Artikel wurde auf meiner Autorenseite, hm, leider nur typisch "islamkritisch" reagiert:

 

ich wurde von AfD- und LINKEN-Anhängern mit dummen Sprüchen angemacht, und es wurde versucht, meine Seite mit den üblichen Klischees zuzumüllen, sodaß ich leider fleissig sperren musste.

 

Die traurige Pointe: diese Kommentator*innen können den Text überhaupt nicht gelesen haben, denn in diesem Teil ging es um globale, muslimische Jugendkultur.

Im zweiten Teil geht es jetzt wirklich um Frauen. Um das empowerment von muslimischen Frauen nicht nur in der westlichen Welt. Versprochen.

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Nein, Trump ist kein Unfall ...

Der folgende Artikel wurde zuerst am 25. Februar 2010 im der "Neuen Rheinischen Zeitung" veröffentlicht. Von der NRhZ habe ich mich noch im gleichen Jahr getrennt, doch dieser und ein weiterer Artikel aus der 5-teiligen damaligen Serie stimmen immer noch.  Streiche Sarah Palin, setze Donald Trump. ich reposte - leicht überarbeitet - beide Artikel, um damit zu zeigen, daß Trump kein Betriebsunfall der US-Politik, sondern der Endpunkt einer längeren Entwickung. ich wette weiterhin drauf, daß er 8 Jahre im Amt bleibt. Trotz des heute erschienen und gehypten Buchs.

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Wer bin ich und was möchte ich?

Wer bin ich

promovierte Ärztin für Allgemeinmedizin, pensionierte Sanitätsoffizierin der Bundeswehr mit Erfahrung von mehreren Auslandseinsätzen, auch in Notfall- oder Katastrophenmedizin, mehrsprachig, Muslima seit fast 30 Jahren, mit vielen Interessen. Ich bin gebürtige Kölnerin und lebe jetzt im Allgäu.

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Was ich jetzt gerne tun möchte


Reisen und Leute treffen, darüber und über die anderen Themen schreiben, die mich interessieren: Rechtsextremismus, ABC-Gefahren und Entwicklungen, Osteuropa - besonders Russland und Ukraine, Umwelt, Geschichte, Gesundheit, Philosophie, Islam, Urban Gardening und Reisen.