Täglich grüßt das Murmeltier: Kühnert, Giffey, Kollektivierung und Fasten

Groundhog Day bei der SPD: Kevin Kühnert provoziert mit einer Bemerkung über die Enteigung von Großkonzernen, und jedeR, der oder die lange nicht mehr in den Medien war, meldet sich zu Wort.  Kevin Kühnert macht genau das, was man von Juso-Vorsitzenden erwartet: er provoziert mit linken Thesen. 

Und da der Ramadan vor der Türe steht, musste sich natürlich auch dazu wieder jemand zu Wort melden. Dieses Jahr war das Familienministerin Franziska Giffey. Frau G. hat ein kleines Problem: ihre Dr.-Arbeit wackelt anscheinend nach Plagiatsvorwürfen. Ich habe den Eindruck, daß sie jetzt versucht, mittels des Fasten-Narrativs davon abzulenken. "Islamkritik" ist immer eine sichere Bank - und vor dem Ramadan ist das das "Fasten von Kindern".

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Die Stadtratte - oder: Menschenverachtung im deutschen Sprachraum

Die Nazis verglichen die von ihnen zur Vernichtung freigegebenen Gruppen gerne mit Parasiten: Sinti und Roma, "Asoziale", und besonders die Juden. Sie führten seinerzeit in den neuzeitlichen Diskurs die Gleichsetzung von Menschen mit Ratten ein. Aktuell wird das Ratten-Bild von der FPÖ Brau- nau (!) wieder bemüht. Naja, zum Geburtstag des bekanntesten Sohnes der Stadt am 20. April ... nein, es war ja ein Ostergruß! Doch dieser menschenverachtende Diskurs wird nicht erst seit gestern geführt, Schon 2010 nahm Thilo Sarrazin, unterstützt von der BILD, die Freiheitskämpfer-Klartext-Pose ein. Mittleerweile ist vieles, was er damals zum Besten gab, auch dank der öffentlich-rechtlichen Medien, die zwecks Quote immer noch die entsprechenden Leute zu Talkshows einladen. Die Schweizer Goal-AG mit ihrem Chef Segert, die im Kontext von umstrittenen Wahlkampfspenden an die AfD genannt wird, trat seit dem Jahr 2009 in der Schweiz und Österreich in einschlägigen Kampagnen u.a. mit einem widerwärtigen Ballerspiel, schon mehrfach in Erscheinung. Im gesamten Diskurs werden aus antisemitischen Kampagnen entlehnte Bilder bemüht.

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Mein Weg nach Mekka - Teil 6

Wie ich um die Einhaltung der Fünf Säulen des Islam kämpfte, lernte, daß man im Ramadan besser nicht Auto fährt, im Ramadan Sport trieb und immer zunahm, im buddhistischen Zentrum die Opfergaben aufgegessen habe, Islam und Bundeswehr verbinden konnte, einen islamischen Frauenverein mit ins Leben rief, auf einem von den Frauen organisierten Muslimtreffen ein Grundsatzreferat hielt und in der Gebetsnische der Imam-Ali-Moschee Aerobic vorturnte und ins Visier des Verfassungsschutzes geriet. Und meine erste große Rede 1993 auf einem Muslimtreffen zum Download.
Wie meine militärische Umwelt mit meiner Religion klarkam und mein muslimisches Umfeld eher nicht ... Und ich hatte das Glück, eine echte muslimische Imamin kennenzulernen, die mich vieles gelehrt hat.

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Mein Weg nach Mekka - Teil 5

Doch jetzt fing mein Weg erst an. "Den Koran" weiter lesen, Koransuren für das Gebet auswendig lernen - und wie ist das mit dem Kopftuch? Damals arbeitete ich in einer privaten Reha-Klinik im Schwarzwald. Das für die Ärztinnen quasi vorgeschriebene Outfit war Landhausmode - ggf. mit Kittel drüber. Kopftuch? No way! Dann war ich bei der Bundeswehr, da ging es auch nicht. Dienstoutfit in der Klinik: weiße Hose, weißes Hemd mit Dienstgradabzeichen. Kopftuch? No way!

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Das Blutwurst-Mezzoforte

Wenn ich lese, was für ein Gedöns um das Catering bei der letzen "Deutschen Islamkonferenz" um die Blutwurst auf dem Büffet gemacht wurde, kann ich eigentlich nur mit dem Kopf schütteln. Für mich nur ein weiterer Beleg dafür, was für eine Kasperveranstaltung diese Konferenz doch eigentlich ist. Dieses Stürmchen passt jedenfalls wunderbar dazu. Jemand, der nicht mal in der Lage ist, ein solches Catering zu organisieren. sollte die Finger von solchen "Konferenzen" lassen. Ich berichte mal, wie ich das aus gegebenem Anlass geregelt habe. Mit gutem Willen geht es nämlich. Auch mit Schwein.

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Mein Weg nach Mekka - Teil 4

Ich las "den Koran", in der Ausgabe von Goldmann und fühlte mich auf einmal angesprochen. Danach kaufte ich mir Bücher von Scholl-Latour und Konzelmann, die ich damals noch für Experten hielt. In einem der Bücher wurde das Islamische Zentrum München-Freimann erwähnt, wie ich meinte, freundlich. Ich beschloss, dort hinzufahren. Später habe ich diese Buchstelle nochmal gelesen.Sie war absolut nicht freundlich. Jedoch brachte mich genau diese Buchstelle dazu, an einem heißen Freitag im August spätabends von Düren-Birkesdorf nach München zu fahren.

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Mein Weg nach Mekka - Teil 3

Meine erste Assistentenstelle bekam ich an einer vom Orden der Franziskanerinnen von Salzkotten geführten Klinik. Obwohl ich eigentlich mit der katholischen Kirche abgeschlossen hatte, war ich schlicht zu bequem, aus der Kirche auszutreten. Erstens hätte das Ärger mit meinen Eltern bedeutet, die trotz allem, was ihnen widerfahren war, nie aus der Kirche ausgetreten waren, zweitens musste man, bei der  Stellensuche in konfessionellen Häusern, damals nachweisen, daß man irgendeine Religion hatte, wenn schon ein "vd" (=keine Kirchensteuer) auf der Steuerkarte stand.

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27. November 1095: "Deus lo vult" - Papst Urban II. ruft den 1. Kreuzzug aus

Papst Urban II ruft am 27. November 1095, anlässlich einer Synode in der französischen Stadt Clermont den 1. Kreuzzug aus: „Deus lo vult – Gott will es.“ 400 Jahre muslimische Herrschaft über Jerusalem sollen beendet werden. Für dieses fromme Werk wird das Blut von Muslimen und Juden großzügig vergossen.

Dieser angeblich zur Befreiung des Heiligen Landes ausgerufene Kriegszug ist der erste von insgesamt sieben Kriegszügen. Er soll soll Jerusalem und das Heilige Grab aus den Händen der türkischen Seldschuken befreien. Wesentlich war allerdings das Bestreben Urbans, die von seinem Vorgänger, Gregor VII. angestoßene Kirchenreform mit dem Kampf gegen „Simonie“ (Ämterkauf), Konkubinat/Priesterehe fortzufahren, zumal mit Clemens III weiterhin ein Gegenpapst im Amt war und die Kirche gespalten.

Urban kam damit einer Bitte des byzantinischen Kaisers Alexios I. Kommenos, trotz gescheiterter Verhandlungen über die Überwindung des Schismas zwischen Ost- und Westkirche nach. Für die Kriegsherren und ihr Fußvolk lobte Urban die Vergebung aller Sünden aus.

Bildnachweis: www.heiligenlexikon.de

 

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Wer bin ich und was möchte ich?

Wer bin ich

promovierte Ärztin für Allgemeinmedizin, pensionierte Sanitätsoffizierin der Bundeswehr mit Erfahrung von mehreren Auslandseinsätzen, auch in Notfall- oder Katastrophenmedizin, mehrsprachig, Muslima seit fast 30 Jahren, mit vielen Interessen. Ich bin gebürtige Kölnerin und lebe jetzt im Allgäu.

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Reisen und Leute treffen, darüber und über die anderen Themen schreiben, die mich interessieren: Rechtsextremismus, ABC-Gefahren und Entwicklungen, Osteuropa - besonders Russland und Ukraine, Umwelt, Geschichte, Gesundheit, Philosophie, Islam, Urban Gardening und Reisen.