Neues von der Kopftuch-Front - Teil 4 Das globale Melania-Kopfkino

Immer, wenn ein weiblicher Staatsbesuch in Saudi-Arabien aufläuft, sei es, ein Besuch in eigener Funktion, sei es, wie hier als mitreisende Gattin, läuft in den (Sozialen) Medien das gleiche Kopfkino ab: obwohl nichtmuslimische Ausländerinnen in Saudi-Arabien kein Kopftuch tragen müssen, und als Staatsbesuch schon garnicht, wird der immergleiche Spin gedreht: "mutiges" Statement gegen die Frauenunterdrückung, oder so... Das Kopftuch, bzw. die Abwesenheit desselben machte sogleich global Schlagzeilen.

Das Kontrastprogramm kam gleich mit: beim Papst hatten die Trumpinnen ihre Haare bedeckt, wenigstens teilweise. Was die Netzgemeinde, im Gegensatz zum No-Kopftuch in Saudi-Arabien ("Verweigerung des Appeasements für Frauenverächter"), war die Kopfbedeckung im Vatikan natürlich Ausdruck von "Respekt". Womit die Aufmerksamkeit wieder mal ganz wunderbar von dem  abgelenkt war, um das es wirklich ging, z.B. ein Waffendeal über mehr als 300 Milliarden.

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Das Exil der Tscherkessen: neun Fakten über die Tragödie

Die Tragödie der Armenier wurde am 28. Mai 2016 vom Bundestag "mit großer Mehrheit" als Völkermord anerkannt und die Armenier des "besonderen Respekts" versichert. Aus meiner Sicht fallen damit alle anderen Tragödien, die man mit gleichem Recht als Völkermord bezeichnen könnte, unter den Tisch, wie zum Beispiel der Völkermord an den Tscherkessen.
2014 gewann Maria Höfl-Riesch auf dem "Roten Feld", Krasnaja Poljana, zwei Goldmedaillen. Dort feierten am 21. Mai 1864, also heute vor 153 Jahren, die russischen Truppen die Vollendung der ethnischen Säuberung und die Verbannung der Tscherkessen in die Türkei.. In Deutschland wurde das dröhnend beschwiegen. Die bekanntesten Menschen in Deutschland mit tscherkessischen Wurzeln sind Cem Özdemir und Necla Kelek.
Jedes Jahr am 21. Mai gedenken die Tscherkessen überall auf der Welt der Ermordung und des Exils ihrer Vorfahren im Jahr 1864. Deswegen habe ich jetzt mal einen Text über die Tscherkessen übersetzt. Quelle: Circassia.xyz, 22.05.2017, Autor: Nart Tukar

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Buchbesprechung: Die Präsidentin - Marine Le Pen ist gewählt

Als diese Dystopie in der Form einer Graphic Novel im August 2016, zunächst in Französisch erscheint, scheint der Sieg Marine Le Pens nur eine Fiktion zu sein: was passieren könnte, wenn sie gewählt würde. Eine deutsche Ausgabe mit einem Vorwort von Ulrich Wickert

Das Buch nimmt die Aussagen aus dem Parteiprogramm des FN ernst: was sie tun würde, wenn sie denn gewählt würde und beschreibt, eingebettet in eine Geschichte, wie der Ablauf sein könnte.

Den Franzosen und Französinnen wurde mitgegeben, keine*r solle später einmal sagen können, er/sie habe nichts gewusst.
Nach der Verweigerung der Unterstützung für Emmanuel Macron durch Mélenchon-Anhänger, Nicht- bzw "blank" (Leere-Stimmzettel)-Wähler, Kommunisten und die - in Frankreich noch immer wirkmächtige - katholische Kirche und den mutmaßlich russischen Hackerangriff auf Emmanuel Macrons Bewegung "en Marche!"bin ich mittlerweile überzeugt, daß wir uns von jetzt ab in 90 Minuten mit einer Präsidentin Le Pen auseinandersetzen müssen. Vielleicht ist ja noch Zeit, Ähnliches in Deutschland zu verhindern. Das Mantra von "Pest oder Cholera" so vieler deutscher Linker ist ein überdeutliches Warnzeichen. 

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Diadochentiefflug oder - De Maizière gibt den Michel

S'ist Wahlkampf und die Diadochen fliegen tief. Zur Zeit macht unser Innenminister mal wieder von sich reden, denn er möchte eine Leitkultur. Damit setzt er an, der AfD Wähler*innen abspenstig zu machen, indem er rechtspopulistische Diskurse kapert. In seinem Bestreben, die Union nach rechts zu positionieren - und sich für die nächste Kabinettsliste zu empfehlen - fügt er ihr gewaltigen Schaden zu. Alle Volksparteien, die bislang versucht haben, den Mangel an zukunftsfähigen Konzepten durch rechte Stimmungsmache auszugleichen, haben dafür einen hohen Preis bezahlt: das Absinken in die Bedeutungslosigkeit.

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Nachbetrachtung: AfD-Parteitag, Kalkar-Demo, #Lügenpresse

Ich halte es für einen Skandal, wie seit ca. 2 Jahren über die AfD berichtet wird. Nicht DASS über sie berichtet wird, sondern WIE über sie berichtet wird! Als wäre sie eine ganz normale Partei. Sie sei ja schließlich nicht verboten - stimmt: aber das ist die NPD auch nicht. Ein Mittel, politische Proteste zu delegitimieren, ist immer, den Protestierenden in ihrer Gesamtheit "Gewalt" zu unterstellen. Das war schon 1977 in Kalkar so - an das Getöse der Leitmedien erinnere ich mich noch sehr gut - und das wird jetzt auch wieder von vielen  Medien und der AfD permanent genauso exerziert. So auch anlässlich des AfD-Parteitags.

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Ögedei Khan, Ziegenficker und Frau Hitler

Der Pulverdampf in der Türkei legt sich. Erdogan hat gewonnen. Erwartungsgemäß hat er besonders gute, vielleicht sogar die entscheidenden Ergebnisse bei den Auslandstürk*innen eingefahren. EIN entscheidendes Ergebnis ist aus meiner Sicht das für lange Zeit vergiftete Klima.

Von der Presse in Deutschland, den Niederladen und der Türkei angeheizt, legen auch die Filterblasen in den sozialen Netzwerken nach und erklimmen immer neue Höhen der Hassgesänge und gegenseitigen Verächtlichmachung.

Was mich bei dieser Krise bewegt, habe ich hier bereits erläutert.

Was mich jetzt mit Entsetzen erfüllt, ist die auch in den sozialen Netzwerken in Gang gesetzte Eskalationsschraube, an der Deutsche und Türk*innen gemeinsam drehen - und wie im Kindergarten darauf beharren, daß "der Andere" angefangen hat. Das ist kein Diskurs mehr, das ist totalitär. Daß die zum Teil unsäglichen Äusserungen im Wesentlichen auf die jeweilige Fankurve zielen, ist dabei unerheblich, denn die Äusserungen sind in der Welt. Ich werde das ausführen.

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Trump - ohne Sinn und Verstand

The Donald, nach eigenen Angaben durch die infolge des syrischen Giftgasangriffs entstandenen Bilder sterbender Babies und Kleinkinder erschüttert, hat, nachdem er zuvor etwas gedroht hat, etwas gefeuert: 59 Tomahawk-Raketen auf einen syrischen Militärflughafen, der danach nicht wirklich ausser Betrieb war. Das könnte sein Tonking-Moment sein, der Moment, in dem die USA schleichend in ein Abenteuer mit ungewissem Ausgang gezogen werden. Was Trump zu seiner 180-Grad-Wendung veranlasst hatte, und ob überhaupt eine durchdachte Strategie dahintersteckt, ist bis heute noch nicht raus. Und mittlerweile hat er weitere Fässer aufgemacht.

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Pulse of Europe in Sonthofen

Heute war in Sonthofen eine Auftaktveranstaltung von Pulse of Europe, einer mittlerweile europaweiten Bewegung, die dem angeblich europa"kritischen" Populismus und zunehmend völkischen Nationalismus etwas entgegensetzen will und damit zunehmend viele Menschen mobilisiert. Auch hier in Sonthofen wurde mobilisiert und es erschienen - bei einer Einwohnerzahl von 20.000 - ca. 600 Menschen aus allen Altersgruppen: Senior*innen, die den Zweiten Weltkrieg noch bewusst wahrgenommen haben, "Erwachsene". aber auch viele junge und sehr junge Menschen und Kinder.

 

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Wer bin ich und was möchte ich?

Wer bin ich

promovierte Ärztin für Allgemeinmedizin, pensionierte Sanitätsoffizierin der Bundeswehr mit Erfahrung von mehreren Auslandseinsätzen, auch in Notfall- oder Katastrophenmedizin, mehrsprachig, Muslima seit fast 30 Jahren, mit vielen Interessen. Ich bin gebürtige Kölnerin und lebe jetzt im Allgäu.

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Was ich jetzt gerne tun möchte


Reisen und Leute treffen, darüber und über die anderen Themen schreiben, die mich interessieren: Rechtsextremismus, ABC-Gefahren und Entwicklungen, Osteuropa - besonders Russland und Ukraine, Umwelt, Geschichte, Gesundheit, Philosophie, Islam, Urban Gardening und Reisen.