Blutgrenzen 2013

(c) New York Times/Robin Wright

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Robin Wrights Infografik zu ihrem Artikel aus 2013 über die Neuzeichnung der Landkarten im Nahen Osten.
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Die US-Journalistin Robin Wright, offensichtlich so etwas wie die amerikanische Antwort auf Antonia Rados, hat sich 2013 so ihre Gedanken gemacht, die obige Infografik ist das Kondensat eines längeren Artikels, dessen Übersetzung ich noch nachliefern werde. Bis ich diesen Artikel gefunden hatte, hatte ich gedacht, diese Anmaßung, wieder mal die Grenzen des Nahen Ostens und Nordafrikas neu zu definieren, hätte sich erledigt, nachdem das Sykes-Picot-Abkommen 1917 den gesamten Nahen Osten in ein Pulverfass verwandelt hat, und das bis heute andauert. Offensichtlich hat man die Absicht, dieses Pulverfass noch mit Lunten zu spicken. ich dachte auch, die Anmaßung sei ein Spin der Falken, aber offensichtlich waren diese Überlegungen schon zu Zeiten von Obama durchaus diskutabel. Und jetzt Trump ... Keine guten Ausichten ...

Buchempfehlungen:

Fromkin berichtet detailliert, wie in der Zeit von 1914 bis 1922 alle Grenzen im Nahen Osten gemäß den imperialistischen (damals hat der Begriff noch gepasst) Interessen, insbesondere von England und Frankreich neu gezeichnet hat, dabei Juden und Araber gnadenlos über den Tisch gezogen hat und zieht nicht nur in diesem detailreichen, faktengesättigten Bericht, sondern auch in einem ausführlichen Nachwort die Linien bis heute.

 

Man glaubt es nicht, daß dieser gefährliche Unfug heute wiederholt werden soll. (Auf das Cover klicken).

Dieses Buch beschreibt die Geschehnisse von 1914 bis 1949 als Produkt der Spannungen zwischen den beiden Kolonialmächten Großbritannien und Frankreich. Das Sykes-Picot-Abkommen sei ein Versuch gewesen, diese Spannungen zumindest abzumildern. Seine Beschreibung endet 1949.

 

2007 will er dann in einem Archiv herausgefunden haben, daß die Bombenanschläge der Zionisten (die nannten sich selber so) z.B, von Irgun, wie der Anschlag auf das King-David-Hotel, von den Franzosen unterstützt worden seien. Bemerkung am Rande. der den Franzosen zugesprochene Anteil sollt weit in das Gebiet der heutigen Türkei hinein. (Auf das Cover klicken):

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