Danaergeschenk muslimischer Feiertag

"Timeo Danaos et dona ferentes" - zu Deutsch: "Ich fürchte die Griechen, auch wenn sie Geschenke bringen", so warnte in Vergils Aenaeis (Vers 2,48) ein Skeptiker zu Recht: im in die Stadt geschleppten, riesigen Holzpferd verbargen sich feindliche Soldaten die so der bislang erfolglos belagerten Stadt Troja zum Verhängnis wurden. 

Solche Danaergeschenke werden seit einigen Jahren ständig ungefragt an die Muslime verteilt und fallen ihnen danach auf die Füße: die angebliche Umbenennung von Weihnachtsmärkten und St.Martinsumzügen, das Wegretuschieren von Kreuzen auf Lebensmittelverpackungen, das Verhüllen von nackten Marmorstatuen in Rom. Und ein solches "Geschenk" hat sich jetzt - wiederum ungefragt - unser Herr Innenminister einfallen lassen. Und alle springen wieder über das Stöckchen. De Maizière ist längst zurückgerudert.

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AfD, Flüchtlingskrise, Rettungsgassen und Placebos

Das sind drei Begriffe, die auf den ersten Blick nichts miteinander zu tun zu haben scheinen. Für mich gehören sie zusammen. Der Geisteszustand, dem alle drei Begriffe entspringen, hat sich langsam entwickelt und droht aus meiner Sicht, unsere Gesellschaft zu zersetzen, wenn nicht spätestens unter dem Schock des Wahlergebnisses am Sonntag ein Umdenken stattfindet. Ein Umdenken in allen Bereichen der Gesellschaft, ein Umdenken in den Medien. Ich sage der AfD ein Wahlergebnis um die 15% voraus. Das verantworten ganz wesentlich Politker*innen auch aus den anderen Parteien und unsere Medien.

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Aydan Özoğuz und die deutsche Kultur nach Alexander Gauland -Teil 2

Nachtragen mit ausdrücklicher Leseempfehlung möchte ich noch den ausgezeichneten Artikel von Marcus Engert in Buzzfeed,der die Gauland-Rede ebenfalls seziert, sowie die von ihm dokumentierten Antworten.

 

Meinem Vater verging der "Stolz" spätestens, als er auf einer der Maschinen saß, die den Terrorangriff auf Coventry flogen.

Aber widmen wir uns doch mal jenen "Leistungen in beiden Weltkriegen", für die Gauland den "Stolz" einfordert. Implizit enthält diese Forderung die Legenden beider Kriege: für den Ersten die Dolchstoßlegende, für den Zweiten die Legende von der "sauberen Wehrmacht".

In diesem Teil widme ich mich vorrangig den "Leistungen" des Ersten Weltkriegs.

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Aydan Özoğuz und die deutsche Kultur nach Alexander Gauland- Teil 1

Der wahrscheinlich zukünftige Fraktionsvorsitzende der AfD im Deutschen Bundestag, Alexander Gauland, hat wieder eine Provokation abgelassen: er forderte das Recht ein, auf die "Leistungen deutscher Soldaten in beiden Weltkriegen" zu sein, in denen sie unter der Losung "Gott mit uns" in den Krieg zogen.

"Gott mit uns" stand auf den Koppelschlössern, die die Hosen hielten - nicht immer, aber darauf komme ich später zurück.

Man hätte gerne gewusst, welche "Leistungen" Gauland meint. Jedenfalls zieht er damit einen Diskurs bis in die Mitte der Gesellschaft, den man bislang in der rechten Szene verortete: angeblich haben die tapfer und "sauber" kämpfenden deutschen Soldaten sich nichts zu Schulden kommen lassen - entweder waren sie, wie im Ersten Weltkrieg "Im Felde unbesiegt"und wurden von der "Heimat" mittels "Dolchstoß" gemeuchelt. Und im zweiten Weltkrieg war die Wehrmacht "sauber" geblieben - trotz erdrückender Beweise des Gegenteils. ich habe auch die Rede mal komplett seziert - es steckt noch mehr Skandal drin. Im zweiten Teil gehe ich auf den"Stolz" ein.

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Pawlik Morosow, Kindersoldaten und das Ermittlungskomitee

Während so mancher LINKE, Linke und Friedensbewegte bei 17-jährigen Bundeswehrsoldaten Schnappatmung bekommt, werden in Russland und der annektierten Krim sowjetische Traditionen schon für Kleinkinder reanimiert, ganz im Geiste des sowjetischen Kults um Pawlik Morosow.  Pawlik Morosow hatte angeblich seinen Vater - einen reichen Bauern - 1932 wegen des Versteckens von Getreide angezeigt und sei daraufhin von den eigenen Verwandten ermordet worden. Die Verwandten wurden in einem Schauprozess verurteilt und hingerichtet. 

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Linke und LINKE: Doppelzüngigkeit, Diffamierung, Heuchelei

Mir scheint, die Linken und LINKEN können nur noch Diffamierung und Doppelzüngigkeit.

Letztes Beispiel: Anlässlich der Sendung "dunjahayali", von letzter Woche, wurde im Internet die Soldatin Nariman Reinke, Oberfähnrich zur See, als "treue Mitläuferin von Flinten-Uschi" beleidigt, was für mich der Anlass zu diesen Erörterungen war. 

Reinke, schön, kenntnisreich, engagiert und klug, Vorsitzende des Vereins Deutscher Soldat e.V.,

einer breiteren Öffentlichkeit mit einem kraftvollen facebook-Post zur "Kölner Silvesternacht" bekannt geworden, mit dem sie es sogar bis in die Washington Post geschafft hatte, wurde zum Thema "Auslandseinsätze der Bundeswehr" eingeladen.

 

Doch es gibt auch noch andere Beispiele, ich habe mir einige herausgegriffen:

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Srebrenica, die Säule der Schande und das Flugblatt von Istanbul

Diesen Artikel wollte ich eigentlich erst am 12. Juli, dem Jahrestag des Srebrenica-Massakers, posten. Doch im Lichte der irritierenden Aktion des Zentrums für Politische Schönheit, deren Sinn ich nicht verstehe, poste ich ihn heute schon, damit das Gedenken an die Opfer von Srebrenica nicht in einer Auseinandersetzung über die Istanbuler Flugblattaktion untergeht. Mit dieser Aktion, genau wie die mit den Flüchtlings-beerdigungen und den Kreuzen haben sich die Aktionskünstler einen Ruf erworben, der nicht hoch genug eingeschätzt werden kann... Hier soll an Srebrenica und an das Projekt aus dem Jahr 2010 erinnert werden, aber auch die Aktion in Istanbul kritisch bewertet werden. 

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Fordert, dass der inhaftierte Krimtataren-Anführer Tschigyoz seine todkranke Mutter sehen darf

Quelle: khpg.org, 15.06.2017, Halya Coynash

Es hätte viele Fragen über ukrainische politische Gefangene gegeben, die man dem russischen Präsidenten Putin heute, am 15. Juni in seiner "Bürgersprechstunde Direkter Draht" hätte stellen können. Doch eine wäre von bitterer Dringlichkeit gewesen:Russland hat den Führer des Medschlis der Krimtataren, Artjom Tschigyoz unter juristisch unsinnigen Anklagen inhaftiert und weigert sich nun, ihm zu erlauben, seine sterbende Mutter ein letztes Mal zu sehen. Aliye Abdurahimowna hat Krebs und die Ärzte glauben, ihr Tod ist nur noch eine Frage von Tagen oder Wochen, nicht länger.

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Wer bin ich und was möchte ich?

Wer bin ich

promovierte Ärztin für Allgemeinmedizin, pensionierte Sanitätsoffizierin der Bundeswehr mit Erfahrung von mehreren Auslandseinsätzen, auch in Notfall- oder Katastrophenmedizin, mehrsprachig, Muslima seit fast 30 Jahren, mit vielen Interessen. Ich bin gebürtige Kölnerin und lebe jetzt im Allgäu.

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Was ich jetzt gerne tun möchte


Reisen und Leute treffen, darüber und über die anderen Themen schreiben, die mich interessieren: Rechtsextremismus, ABC-Gefahren und Entwicklungen, Osteuropa - besonders Russland und Ukraine, Umwelt, Geschichte, Gesundheit, Philosophie, Islam, Urban Gardening und Reisen.