Fordert, dass der inhaftierte Krimtataren-Anführer Tschigyoz seine todkranke Mutter sehen darf

Quelle: khpg.org, 15.06.2017, Halya Coynash

Es hätte viele Fragen über ukrainische politische Gefangene gegeben, die man dem russischen Präsidenten Putin heute, am 15. Juni in seiner "Bürgersprechstunde Direkter Draht" hätte stellen können. Doch eine wäre von bitterer Dringlichkeit gewesen:Russland hat den Führer des Medschlis der Krimtataren, Artjom Tschigyoz unter juristisch unsinnigen Anklagen inhaftiert und weigert sich nun, ihm zu erlauben, seine sterbende Mutter ein letztes Mal zu sehen. Aliye Abdurahimowna hat Krebs und die Ärzte glauben, ihr Tod ist nur noch eine Frage von Tagen oder Wochen, nicht länger.

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Scooter unterläuft die Russland-Sanktionen und fordert seine Fans quasi zum Rechtsbruch auf

Quelle: KHPG.org

Autorin: Halya Coynash am 14.06.2017

Nach einer Menge seltsamer deutscher Friedensreisenden hat sich nun auch eine bekannte deutsche Band entschlossen, die Sanktionen gegen Russland sowie das Verbot, von Russland aus auf die ukrainsche Krim zu reisen: Scooter, deren Frontmann H.P. Baxxter noch vor kurzem als Juror bei "Deutschland sucht den Superstar" mitwirkte, will, trotz bestehenden Verbots, am 4. und 5. August auf dem Musikfestival "Z-Fest" auftreten und wird, falls der Eindruck auf dem obigen Poster nicht täuscht, als einer der Top-Acts beworben. Und auch die Fans sollen anscheinend über Russland einreisen - auf eine annektierte Halbinsel, auf der Menschenrechtsverletzungen an der Tagesordnung sind. Halya schreibt:

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Blutgrenzen 2013

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Blutgrenzen - reloaded ...

2006 machte der rechte Fernsehkommentator und Bestsellerautor Ralph Peters, ein ehemaliger Oberstleutnant, und gerne gesehener Gast z.B. auf Fox-News mit einem Text von sich reden, der seinerzeit im Armed Forces Journal veröffentlicht wurde. Peters kann politisch am rechten Rand der Republikaner, als Falke, eingeordnet werden und äussert sich auch sonst vorwiegend in rechten Medien. In seinem Text macht er Vorschläge zur Veränderung der Karte des Nahen Ostens, die er auch sogleich verbildlicht. Ich hatte den Text schon 2006 übersetzt und 2010 erneut gepostet. Ich denke, daß er, auf dem Hintergrund von Trumps Saudi-Arabien-Besuch und der Katar-Krise immer noch aktuell ist.

 

Danach wäre Trump in Bezug auf den Nahen Osten nicht so erratisch, wie es auf den ersten Blick scheint. Das "Redrawing the map of the Middle East" ist seit spätestens 2006 im politischen Diskurs der USA wieder präsent.

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Neues von der Kopftuch-Front - Teil 4 Das globale Melania-Kopfkino

Immer, wenn ein weiblicher Staatsbesuch in Saudi-Arabien aufläuft, sei es, ein Besuch in eigener Funktion, sei es, wie hier als mitreisende Gattin, läuft in den (Sozialen) Medien das gleiche Kopfkino ab: obwohl nichtmuslimische Ausländerinnen in Saudi-Arabien kein Kopftuch tragen müssen, und als Staatsbesuch schon garnicht, wird der immergleiche Spin gedreht: "mutiges" Statement gegen die Frauenunterdrückung, oder so... Das Kopftuch, bzw. die Abwesenheit desselben machte sogleich global Schlagzeilen.

Das Kontrastprogramm kam gleich mit: beim Papst hatten die Trumpinnen ihre Haare bedeckt, wenigstens teilweise. Was die Netzgemeinde, im Gegensatz zum No-Kopftuch in Saudi-Arabien ("Verweigerung des Appeasements für Frauenverächter"), war die Kopfbedeckung im Vatikan natürlich Ausdruck von "Respekt". Womit die Aufmerksamkeit wieder mal ganz wunderbar von dem  abgelenkt war, um das es wirklich ging, z.B. ein Waffendeal über mehr als 300 Milliarden.

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Das Exil der Tscherkessen: neun Fakten über die Tragödie

Die Tragödie der Armenier wurde am 28. Mai 2016 vom Bundestag "mit großer Mehrheit" als Völkermord anerkannt und die Armenier des "besonderen Respekts" versichert. Aus meiner Sicht fallen damit alle anderen Tragödien, die man mit gleichem Recht als Völkermord bezeichnen könnte, unter den Tisch, wie zum Beispiel der Völkermord an den Tscherkessen.
2014 gewann Maria Höfl-Riesch auf dem "Roten Feld", Krasnaja Poljana, zwei Goldmedaillen. Dort feierten am 21. Mai 1864, also heute vor 153 Jahren, die russischen Truppen die Vollendung der ethnischen Säuberung und die Verbannung der Tscherkessen in die Türkei.. In Deutschland wurde das dröhnend beschwiegen. Die bekanntesten Menschen in Deutschland mit tscherkessischen Wurzeln sind Cem Özdemir und Necla Kelek.
Jedes Jahr am 21. Mai gedenken die Tscherkessen überall auf der Welt der Ermordung und des Exils ihrer Vorfahren im Jahr 1864. Deswegen habe ich jetzt mal einen Text über die Tscherkessen übersetzt. Quelle: Circassia.xyz, 22.05.2017, Autor: Nart Tukar

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Buchbesprechung: Die Präsidentin - Marine Le Pen ist gewählt

Als diese Dystopie in der Form einer Graphic Novel im August 2016, zunächst in Französisch erscheint, scheint der Sieg Marine Le Pens nur eine Fiktion zu sein: was passieren könnte, wenn sie gewählt würde. Eine deutsche Ausgabe mit einem Vorwort von Ulrich Wickert

Das Buch nimmt die Aussagen aus dem Parteiprogramm des FN ernst: was sie tun würde, wenn sie denn gewählt würde und beschreibt, eingebettet in eine Geschichte, wie der Ablauf sein könnte.

Den Franzosen und Französinnen wurde mitgegeben, keine*r solle später einmal sagen können, er/sie habe nichts gewusst.
Nach der Verweigerung der Unterstützung für Emmanuel Macron durch Mélenchon-Anhänger, Nicht- bzw "blank" (Leere-Stimmzettel)-Wähler, Kommunisten und die - in Frankreich noch immer wirkmächtige - katholische Kirche und den mutmaßlich russischen Hackerangriff auf Emmanuel Macrons Bewegung "en Marche!"bin ich mittlerweile überzeugt, daß wir uns von jetzt ab in 90 Minuten mit einer Präsidentin Le Pen auseinandersetzen müssen. Vielleicht ist ja noch Zeit, Ähnliches in Deutschland zu verhindern. Das Mantra von "Pest oder Cholera" so vieler deutscher Linker ist ein überdeutliches Warnzeichen. 

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Diadochentiefflug oder - De Maizière gibt den Michel

S'ist Wahlkampf und die Diadochen fliegen tief. Zur Zeit macht unser Innenminister mal wieder von sich reden, denn er möchte eine Leitkultur. Damit setzt er an, der AfD Wähler*innen abspenstig zu machen, indem er rechtspopulistische Diskurse kapert. In seinem Bestreben, die Union nach rechts zu positionieren - und sich für die nächste Kabinettsliste zu empfehlen - fügt er ihr gewaltigen Schaden zu. Alle Volksparteien, die bislang versucht haben, den Mangel an zukunftsfähigen Konzepten durch rechte Stimmungsmache auszugleichen, haben dafür einen hohen Preis bezahlt: das Absinken in die Bedeutungslosigkeit.

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Wer bin ich und was möchte ich?

Wer bin ich

promovierte Ärztin für Allgemeinmedizin, pensionierte Sanitätsoffizierin der Bundeswehr mit Erfahrung von mehreren Auslandseinsätzen, auch in Notfall- oder Katastrophenmedizin, mehrsprachig, Muslima seit fast 30 Jahren, mit vielen Interessen. Ich bin gebürtige Kölnerin und lebe jetzt im Allgäu.

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Was ich jetzt gerne tun möchte


Reisen und Leute treffen, darüber und über die anderen Themen schreiben, die mich interessieren: Rechtsextremismus, ABC-Gefahren und Entwicklungen, Osteuropa - besonders Russland und Ukraine, Umwelt, Geschichte, Gesundheit, Philosophie, Islam, Urban Gardening und Reisen.